- Review
Itamar Erez: Mi Alegria
Itamar Erez wandert zwischen Cool Jazz und globaler Leichtigkeit: Kein Ton zu viel ist da zu hören. Unaufdringlich, aber eindringlich ist die Devise.

Bevor Itamar Erez die Koffer gepackt und Israel mit Ziel Vancouver den Rücken gekehrt hat, hatte er sich intensiv mit türkischen, arabischen und lateinamerikanischen Spieltraditionen vertraut gemacht. in Kanada begann er mit dem Requinto zu experimentieren, einer kleinen, höher gestimmten Gitarre. Die setzt er auf dem Opener von „Mi Alegria“ dynamisch in Szene – mit einer Melodieführung, die man dem jungen Al DiMeola zuschreiben könnte.
Itamar Erez wandert zwischen Cool-Jazz-Kneipen und globaler Leichtigkeit
Doch schon wenige Minuten später wechselt der Wahlkanadier ans Piano, um in Trioformation in Jazztiefen zu versinken, die so gar nichts mehr mit globaler Leichtigkeit zu tun zu haben, sondern eher in verrauchten, düsteren Cool-Jazz-Kneipen zu verorten sind. Aus diesen Stilwechseln bezieht das Album seine Spannung. Begleiten lässt sich Erez von dezent eingesetzten Percussioninstrumenten, Klarinette, Flöte und Bass. Kein Ton zu viel ist da zu hören. Unaufdringlich, aber eindringlich ist die Devise. ron
Mi Alegria erscheint am 20. 3. via DMG Records.
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