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„Jazz à Vienne – Past & Future“: Triumphale Momente

Plattencover „Jazz à Vienne – Past & Future“

Mit „Jazz à Vienne – Past & Future“ hält das Jazzfestival die spektakulärsten Konzerte aus seiner Geschichte fest.

Vienne hat nicht den Nimbus von Moers oder Montreux. Fällt der Name der Kleinstadt bei Lyon, denkt man hierzulande nicht sofort an ein Jazzfestival. Dabei pilgert schon seit 1981 jedes Jahr eine sechsstellige Zahl von Musikfans nach Südfrankreich, um sich zwei Wochen lang zwischen mehr als 200 Konzerten zu entscheiden. Das Festival feiert nun sein 40-Jähriges mit der fein kuratierten Doppel-LP „Jazz à Vienne – Past & Future“, die Live-Aufnahmen verstorbener Legenden wie McCoy Tyner und Roy Hargrove neben neue Studioaufnahmen aufstrebender Bands stellt.

Während die Songs der young cats auf „Jazz à Vienne – Passt & Future“  blass bleiben, drehen die alten Hasen auf: Vibraphonist Milt Jackson und Pianist Hank Jones haben sich 1997 einem eleganten Swing gewidmet; der Brasilianer Gilberto Gil hat das antike römische Amphitheater von Vienne einen Sommer später in ein Sambodrom verwandelt. Grandios: die Version der Buena-Vista-Hymne „Chan Chan“ mit mehr als 40 Musikern. Einen triumphalen Auftritt hat 2009 auch der früh verstorbene Roy Hargrove hingelegt: Der Trompeter rappt, singt und zündet mit seinem RH Factor ein unglaubliches Feuerwerk aus Blues, R’n’B und Jazz.

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