„Sant Jordi“ von Joplyn: Authentischer House von der Insel
Joplyn vereint auf „Sant Jordi“ authentischen House mit grazilem Gesang – Ein Sound, der auch von Ibiza beeinflusst ist.

Wenn Tech-House oder Melodic-Techno auf inhaltlichen, ambitionierten Gesang treffen, leiden darunter meistens entweder die Vocals oder die Instrumentals. Joplyn gelingt es, auf ihrem neuen Album „Sant Jordi“ das beste beider Welten miteinander zu vereinen – zumindest meistens. 2022 ist bislang ein super Jahr für die Berlinerin: Die Sängerin, Produzentin und DJ hat unerwartet ein Resident-Angebot vom renommierten HI Ibiza Club bekommen und konnte es sich neben Szene-Größen wie Rufus Du Sol, Monolink, Jan Blomqvist und Ben Böhmer in der Mittelmeersonne gemütlich machen.
Kurze Zeit später war auch schon das neue Album fertig: „Sant Jordi“ ist nicht nur nach einem Stadtteil auf Ibiza benannt, sondern klingt voll und ganz nach dem Insel-Sound. Joplyns House bleibt durchgängig authentisch und wagt sich, wie etwa auf „Keep me in your Mind“, sogar in härtere Techno-Gefilde. Ihre grazile, zerbrechliche Stimme kontrastiert den zuweilen düsteren Sound, ohne sich je den Instrumentals unterzuordnen. Doch dieses stetige Gleichauf zwischen Beat und Stimme schadet der Dynamik und dem Spannungsbogen des Albums – ein Problem, das auf Ibiza vielleicht gar keins ist.
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