Leh-Wei Liao ist mit ihrem spektakulären Debütroman Glaszeit unterwegs
Mit ihrem Debüt über die Fragilität des Lebens und die unerwartete Kraft einer neuen Liebe hat es Leh-Wei Liao auf die Longlist vom Deutschen Buchpreis geschafft.

Überlebensgroß. Auf einem Werbedisplay in der unterirdischen Taipei Mall. So sieht die junge Ärztin Novana ihre Mutter wieder, die taiwanische Künstlerin March. Achtzehn Jahre ist es her, dass March sie ohne jede Erklärung in Deutschland zurückließ. Alles, was Novanas Leben zuletzt bestimmt hat, verblasst angesichts dieses unerwarteten Wiedersehens: ihr Wunsch nach einem Neuanfang, der sie aus Köln weggehen ließ. Der Alltag auf der Neugeborenen-Intensivstation in Taipei. Die Nächte, in denen sie schlaflos durch die Millionenstadt streift.
Dann lernt Novana auf einem Karaokeabend Sihan kennen. Eine furchtlose Aktivistin – lebendig, entschlossen. Novana fühlt sich zu ihr hingezogen, und etwas, das längst verloren schien, kehrt in ihr Leben zurück: die Möglichkeit von Nähe. Eindringlich und radikal klar erzählt Leh-Wei Liao von widerständigen Frauen, von Begehren und Verletzungen und der unsicheren Zukunft Taiwans – und stellt die Frage, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Hier geht es zu unserer Rezension von Leh-Wei Liaos „Glaszeit“
Leh-Wei Liao [ˈlə wɛɪ̯ liaʊ̯], geboren 1993 in Göttingen, ist Ärztin und studiert derzeit Bildende Kunst in Kassel. Seit 2022 schreibt sie und hat seither in zahlreichen Literaturzeitschriften veröffentlicht, u.a in Jenny und Edit. 2024 war sie Stipendiatin der Jürgen Ponto-Stiftung und der Kölner Schmiede.
Leh-Wei Liao ist mit „Glaszeit“ auf Lesereise
12. 11. Köln, Literaturhaus
23. 11. Düsseldorf, Orangerie im Schloss Benrath
26. 11. Frankfurt, Literaturhaus
28. 11. Bonn, Literaturhaus
9. 12. Berlin, Volksbühne
21. 1. 2027 Hannover, Literaturhaus
14. 2. 2027 Kassel, Bali Kino
Wer sich für die Veranstaltungen mit Leh-Wei Liao interessiert, sollte auch die Termine der Lesereise von Martina Hefter checken
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