- Review
Louis Philippe & The Night Mail: Thunderclouds
Der richtungsweisende Franzose bringt sein erstes Soloalbum seit 13 Jahren heraus. Dabei unterstützt ihn eine prominente Backingband.

Die Referenzen lassen ja durchaus Gutes erwarten: Philippe Auclaire, besser bekannt als Louis Philippe, ist zwar hauptberuflich Fußballjournalist, doch seit den 80er-Jahren arbeitet er auch als Musiker. Philippe war Produzent und Songwriter für das kurzlebige Londoner Label èl, dessen Postpunk- und Chamberpop-Platten heute für Indie-Künstler aus aller Welt als richtungsweisend gelten. So zählt etwa Cornelius, der Pop-Autodidakt aus Tokyo, zu seinen erklärten Fans, und dieses Jahr hat Philippe mit Stuart Moxham von den Young Marble Giants das Album „The Devil laughs“ veröffentlicht.
„Thunderclouds“ ist nun sein erstes Soloalbum seit 13 Jahren, und für dieses Unterfangen hat sich Philippe erneut prominente Unterstützung gesucht. Gemeinsam mit seiner Backingband The Night Mail, die sich aus Mitgliedern von Paul Wellers Band und Death In Vegas zusammensetzt, entwirft Philippe einen orchestralen Retropop-Sound mit unheilvollen Noir-Untertönen und psychedelischen Brüchen. Eine spannende Stilübung – der auf der Länge von 13 Songs jedoch leider die Abwechslung fehlt.
Thunderclouds erscheint am 11. Dezember.
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