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„Gothic Luxury“ von Meechy Darko: Die düstere Dringlichkeit der DMX-Raspelstimme

Plattencover „Gothic Luxury“ von Meechy Darko

Meechy Darko von den Flatbush Zombies legt mit „Gothic Luxury“ ein überzeugendes Solodebüt vor, das dennoch einen schalen Nachgeschmack hinterlässt.

Als ein Drittel der Flatbush Zombies ist er bekannt geworden, nun veröffentlicht Meechy Darko sein Solodebüt. Aber „Gothic Luxury“ ist alles andere als ein Nebenprojekt, das macht die Kohärenz der Platte deutlich: Titel, Artwork und Sound passen so gut zusammen wie selten.

Dass ein zentraler Auslöser für die Aufnahmen der Tod von Meechys Vater war, der von der Polizei erschossen wurde, erklärt die Düsternis, die das Album durchzieht. Dabei war die Beziehung des Rappers zu seinem Vater offensichtlich kompliziert: „I said that I would kill him when I saw him/Who knew the next time I see him was in a coffin”, erzählt er in „Hennessy&Halos“. „Gothic Luxury“ birgt noch andere starke Bars, die Meechy Darko mit seiner DMX-Raspelstimme vorträgt, als hinge sein Leben davon ab. Die Produktion von Dot Da Genius und Neal Pogue sorgt für die passend melancholische Atmosphäre. Nur dass er MLK und Malcolm X quasi in demselben Atemzug nennt wie die rechtsextremen Verschwörungstheorien um QAnon und Pizzagate („Kill us all“), hinterlässt einen schalen Nachgeschmack.

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