Menzel Mutzke: Spring
Moop-Mama-Trompeter Menzel Mutzke legt mit „Spring“ ein so lupenreines Jazzalbum vor, dass man sich fragt: Macht ihm die Partymucke überhaupt Spaß?

Von den Brass-Anarchos des Moop-Mama-Kollektivs braucht wohl jeder mal eine Auszeit. Trompeter Menzel Mutzke legt mit „Spring“ ein so lupenreines Jazzalbum vor, dass man sich fragt: Macht dem Kerl die Partymucke überhaupt Spaß? Egal, das sind zumindest für den Hörer zwei streng voneinander getrennte Welten.
Auf „Spring“ präsentiert sich Menzel Mutzke als technisch hochvirtuoser Jazztrompeter, der sich am Balladenarchiv der Cool-Ära zäh festgebissen hat. Moment – Mutzke? Genau, der Bruder von Popsänger Max, der an der Seite seines Bruders auf zwei Tracks zeigen darf, dass man ihn ebenso wenig auf den Eurovision Song Contest festnageln darf wie Menzel auf Moop Mama. Mehr cooler Quartett-Jazz geht kaum, woran neben Mutzke dessen Pianist Pablo Held erheblichen Anteil hat.
Spring ist am 29. Mai bei Mutterkomplex erschienen.
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