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„Mond gefangen in einem toten Auge“ von Pascal Garnier

Buchcover „Mond gefangen in einem toten Auge“ von Pascal Garnier

„Mond gefangen in einem toten Auge“ zeigt, wie sehr es Noir-Autor Pascal Garnier geliebt hat, gesellschaftliche Versuchsanordnungen unter literarischen Laborbedingen detonieren zu lassen.

„Mond gefangen in einem toten Auge“ von Pascal Garnier ist unser Krimitipp der Woche

Seien wir ehrlich: Experimente machen am meisten Spaß, wenn es pufft und knallt. Auch Noir-Autor Pascal Garnier (1949–2010) liebt es, seine gesellschaftlichen Versuchs­anord­nun­gen unter literarischen Laborbedingungen detonieren zu lassen. Als Petrischale dient ihm diesmal eine neugebaute, ländliche Senioren­residenz in Südfrankreich. Zunächst ist das Ehepaar Martial und Odette dort allein mit dem Haus­meister Monsieur Flesh. Und das bedeutet: permanente Sonntagslaune. Garnier fügt aber nach und nach mehr Bewohner hinzu, bis es kritisch wird. Maxime und Màrlene ziehen ein, die allein­stehende lesbische Léa und die Animateurin Nadine.

Jetzt erhitzt nicht nur die stetig steigende Außen­temperatur ein männliches Ego: Ge­fühle fangen an zu brodeln, Knochen knacken und eine eingebildete Fliege nervt. Schließlich mischt Garnier dieser Gemengelage von außen auch noch ein paar Roma bei, die in der Nähe auftauchen und die Senioren somit vermeintlich belagern. Nadine kann weder mit Haschischkuchen noch mit Lach­therapie die Emotionen runterkühlen. Also: Bumm! Eine Revolverkugel pfeift durch die Luft. Pascal Garnier hat augenscheinlich Spaß daran, das hochverdichtete Setting explodieren zu lassen. Apropos Auge: Bei Ex­peri­menten wie diesem ist die Gefahr groß, körperlichen Schaden zu nehmen …

Mit „Mond gefangen in einem toten Auge“ hat es Pascal Garnier auf unsere Liste der besten Krimis im Mai 2026 geschafft.

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