„Nickelodeon“: Wer waren schon Charlie Chaplin und Buster Keaton?
In „Nickelodeon“ erleben Stummfilmpioniere (unter anderem Burt Reynolds) große Abenteuer vor und hinter der Kamera. Bei Arte und in der Mediathek.
„Nickelodeon“ läuft am 6. Juli bei Arte und ist bis 4. August in der Arte-Mediathek zu finden.
Chicago, 1910: In den Pionierjahren des Films wird der erfolglose Anwalt Leo Harrigan (Ryan O’Neal) vom Produzenten H.H. Cobb als Autor für kurze Stummfilmszenen engagiert. Cobb führt als unabhängiger Produzent einen Kleinkrieg gegen die Motion Picture Patents Company (MPPC), die das Patent auf Filmkameras für sich reklamiert und für alle Filmaufnahmen Gebühren einfordert. Als einer von Cobbs Regisseuren ausfällt, wird Harrigan nach Kalifornien geschickt, um ihn zu ersetzen. Gleich am ersten Drehtag wird im Auftrag der MPPC auf die Filmkamera geschossen. Der Schütze ist Tom Greenway, genannt Buck (Burt Reynolds). Nachdem sie sich ausführlich geprügelt haben, schließen Buck und Harrigan Freundschaft und Buck wird der neue Hauptdarsteller. Ein Jahr später dreht das Team bereits routiniert Slapstickfilme ohne Drehbuch.
Kathleen Cooke (Jane Hitchcock), eine flüchtige Bekanntschaft von Buck und Harrigan, sorgt durch ein Missgeschick ungewollt für spektakuläre Filmaufnahmen: Wegen ihrer Kurzsichtigkeit rempelt sie einen Helfer um, verknotet sich im Halteseil eines Heißluftballons und fliegt mit Buck davon. Alice (Tatum O’Neal)), das einzige minderjährige Ensemblemitglied, erfindet eine an „Romeo und Julia“ angelehnte Storyline, und mit ein paar Nachdrehs wird aus der Zufallsszene ein phänomenal erfolgreicher Film.
Doch der Erfolg währt nicht lange. Harrigans Liebe zu Kathleen erzeugt Spannungen, als sie Buck heiratet. Und der Versuch, beim Produzenten Cobb eine Gewinnbeteiligung auszuhandeln, endet in der Entlassung der gesamten Crew. Doch in Hollywood warten neue Jobs, neue Geschichten und neue Liebschaften …