- Review
Rabbia / Petrella / Aarset: Lost River
Auf seinem Debut kreiert das Trio um Elektronik-Bastler Eivind Aarset Drone-Welten und Noise-Sphären, die eine beruhigende Wirkung entfalten.

Wenn zwei Italiener und ein Norweger zusammen Musik machen, greift der Musikjournalist gern in die Klischeekiste. Von „südländischem Temperament“, das auf „nordische Zurückgenommenheit“ trifft, ist dann die Rede. Nichts davon trifft auf „Lost River“ zu. Sowohl die Wärme als auch die Kühle dieses losen Konzeptalbums zum Thema Wasser geht von allen drei Beteiligten gleichermaßen aus.
Hierzulande am bekanntesten dürfte der Gitarrist und Elektronik-Bastler Eivind Aarset sein. Zusammen mit Michele Rabbia (Drums) und Gianluca Petrella (Posaune) schuf er ein experimentelles, leises und meditatives Album, das zu großen Teilen auf Improvisation beruht. Den zehn Tracks liegen elektronische Soundscapes zugrunde, erst nach mehr als zehn Minuten Spielzeit ist Aarsets Gitarre zu hören. Das wie in Trance gezupfte Instrument leitet eine typisch introspektive ECM-Stimmung ein und erinnert in seiner klassischen Anmutung an eine andere Größe des Labels: Ralph Towner. Im Folgenden öffnen sich hypnotische Drone-Welten und sanfte Noise-Sphären. Eine ungemein beruhigende Platte.
Musik

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Hörenswert

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