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„Real Humans – Staffel 2“ auf Arte: Schwedische Killer-KI auf Abwegen

„Real Humans – Staffel 2“ ist ein schwedisches Science-Fiction-Drama und läuft jetzt auf Arte und in der Arte-Mediathek.

Spätestens seit Corona sind wir vor schnell um sich greifenden Viren gewarnt – das können die Menschen in „Real Humans“ leider nicht von sich behaupten. Die zweite Staffel (beide Staffeln in der Arte-Mediathek) der schwedischen Science-Fiction-Serie spielt sechs Monate nach den ersten zehn Folgen: Die schwedische Kleinstadt-Idylle ist einer düsteren Dystopie gewichen, und inzwischen wissen wir, dass es sowohl möglich ist, Mensch und Maschine zu verbinden, als auch seine Seele zu codieren und so einen Hubot-Klon seiner selbst zu erstellen.

Die Hubots werden in Staffel 2 von einem bösartigen Virus befallen, das sie völlig unkontrollierbar durchdrehen lässt: Hubots greifen Kinder in der U-Bahn an und laufen Amok. Zunehmend formiert sich gesellschaftlicher Widerstand – mal friedlich, mal radikal. Und zu allem Überfluss ist auch noch Bea (Marie Robertson) zurück. Sie verfolgt weiterhin den Plan einer weltweiten Hubot-Machtübernahme und schreckt dabei vor nichts zurück. Es fehlt ihr nur ein entscheidendes Detail: ihr Schöpfer und Vater David (Thomas W. Gabrielsson) …

„Real Humans – Staffel 2“ ist, wie schon Staffel 1, ein raffiniertes Sci-Fi-Drama, das sich mit den tiefsten Abgründen und den ältesten Fragen des Menschseins auseinandersetzt. Dabei setzt die Serie auf die bekannten Zwischentöne, die beinahe beiläufig in die Geschichte eingewoben werden. So unterhalten sich in einer TV-Show ein Hubot-Gegener und eine Befürworterin. Er fragt: „Können sie denn bei jedem Hubot garantieren, dass er keine Todesmaschine ist?“ Sie darauf: „Nein, aber können sie das denn bei jedem Menschen garantieren?“. In diesen unscheinbaren Momenten horchen wir für einen kurzen Moment in uns selbst hinein – das macht die Serie so wertvoll.

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