
- Review
Dizzy Gillespie: Dizzy's Diamonds
Jetzt liegt auf dem Tisch, was Norman Granz' Firma Verve dem Mann mit dem Knick im Horn zum 75. widmen wollte: "Dizzy's Diamonds".

Jetzt liegt auf dem Tisch, was Norman Granz' Firma Verve dem Mann mit dem Knick im Horn zum 75. widmen wollte: "Dizzy's Diamonds".


Am stärksten sind DABC da, wo sie auf US-Traditionen rekurrieren, wo es schnell und countrylike wird. Ein weiterer Schritt nach oben.

Seit dem Aussterben der Elfen hat keine in elegischem Weichklang badende Stimme uns mehr in so ferne Sphären entführt.

Krausers verhallte Gitarrenlinien erinnern manchmal an Terje Rypdal, sind jedoch weit entfernt von dessen oft selbstquälerischer Melancholie.

An versunkenen Zeiten orientiert sich der ehemalige Marillion-Sänger Fish: seine 9 Cover-Versionen von Songs der Siebziger und Endsechziger Jahre schwanken zwischen misslungen und vergeblich epigonal.

Seit Flash And The Pan es aufgegeben haben, durch Tele- und Megafone sprechzusingen, ist auch die Originalität flöten.

Wie ein Maelstrom saugen FM Soul-, Blues- und Heavysplitter in ihren melodiösen Mainstream. Mehr handfest als euphorisierend.

Selbst wenn Franz Josef Degenhardt augenzwinkernd-selbstkritisch von den "Friedensidioten" redet, hat er sich nicht Zynismus, sondern allenfalls Melancholie auf seine Fahnen geschrieben.

Nach mehreren Erfolgsscheiben schieben Fury In The Slaughterhouse mit "Pure Live!" nun eine Konzert-Kollektion nach.