Rymden: Jazz im Weltall
Das skandinavische Jazztrio widmet sich auf seinem neuen Album „Space Sailors“ dem Weltraum. Nun ist mit „Söndan“ die zweite Single daraus erschienen.
„Space is the Place“, meinte bekanntlich schon der Jazzvisionär Sun Ra. Da scheint etwas dran zu sein, denn auch das skandinavische Trio Rymden widmet sich auf seinem neuen Album „Space Sailors“, das am 18. September erscheint, der Weite des Himmels. Einen Vorgeschmack darauf geben bereits die vorab veröffentlichten Singles: Nachdem die Band sich schon mit „Terminal One“ thematisch vom Erdboden löste, begibt sie sich nun auch mit „Söndan“ – auf Deutsch: Sonde – in höhere Sphären.
Wie bei einem stillen Nachtflug durch die Stratosphäre entwickelt sich das Stück nur langsam. Die elektronisch bearbeiteten Drums von Magnus Östrom und die von Dan Berglund aufs Wesentliche reduzierte Basslinie bilden das Fundament der Komposition, während Bugge Wesseltoft am Piano immer wieder kleine Motive entwirft, die wie im All umhertreibende Himmelskörper auftauchen und langsam wieder verklingen.
Rymden: Eine Supergroup des Jazz?
„Space Sailors“ ist das zweite Studioalbum des schwedischen Trios. Sein Debüt „Reflections & Odysseys“ erschien 2019, im Herbst des gleichen Jahres folgte das Livealbum „Live on Earth“. Schon lange vor ihrem gemeinsamen Debüt haben die Bandmitglieder von Rymden jedoch Jazzgeschichte geschrieben: Als Teil des Esbjörn Svensson Trios haben Öström und Berglund an einem Sound gefeilt, der Jazz, Rock und Pop auf innovative Weise miteinander verbindet. Wesseltoft setzte als Solokünstler seinerseits mit dem verstärkten Einbezug elektronischer Elemente in seine Kompositionen neue Maßstäbe.
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