„Schwanentage“ von Zhang Yueran
Mit „Schwanentage“ wirft Zhang Yueran einen sanften, aber ungeschönten Blick ins moderne China.
Erst nach und nach entblättert Zhang Yueran in „Schwanentage“ die Geschichte ihrer Erzählerin.
Auf einem Ausflug mit ihrem Schützling Kuan Kuan erfährt Kindermädchen Yu Ling, dass ihr Arbeitgeber wegen Korruptionsverdacht verhaftet wurde. Sie kehren in ein leeres Haus zurück, auch die Mutter des Jungen ist verschwunden. Was auch wir am Anfang nicht wissen: Yu Ling hatte eigentlich vorgehabt, das Kind zu entführen …
Stattdessen ist sie nun die einzige, die da ist, um sich um Kuan Kuan zu kümmern. Um ihn und die Gans, den er als vermeintlichen Schwan mit ins Haus geholt hat. Erst nach und nach entblättert Zhang Yueran die Geschichte ihrer Erzählerin, beleuchtet geduldig die Situation als Kindermädchen einer extrem privilegierten Familie, das doch nie mehr als eine Angestellte sein wird. Ein sanfter, aber ungeschönter Blick ins moderne China.
Mit „Schwanentage“ hat es Zhang Yueran auf unsere Liste der besten Bücher im Dezember 2025 geschafft.