Sophie B. Hawkins: Tongues and Tails

So einfach denken sich die Hitschmiede das: wir verpassen einer Blonden diese Edie-Brickell-Aura (kleines zartes Gör, das gelegentlich aufmuckt), meiden aber tunlichst Rauheiten, legen stattdessen sterile Keyboards als Teppich aus und darauf den zwischen Rio und Reinickendorf üblichen Pop-Rhythmus (dub dub da, dubedubdubda), vergessen schließlich nicht die Cover-Version irgendeines nachweislich guten Songs (Dylans „I want you“) – und fertig ist der Chart-Klon.
Diese Dutzendplatte wird bestimmt (?) ein Seller, wäre aber kaum eine Zeile wert, brächte sie nicht die uniforme Verwurstung eines jeden wehrlosen Talents so beispielhaft auf den Punkt. Die arme Sophie kann wahrscheinlich nicht mal was dafür, und eine schlechte Stimme hat sie auch nicht. Aber sie ist in die Mühle der Gleichmacher geraten und wird damit austauschbar – und langweilig. Den einen Punkt gibt’s für das einzige Stück mit Charakter auf dieser CD: „Listen“
Musik

- Review

Throw the Dice von SOFT LOFT: So klingt Erwachsensein
- Review

Are we gonna sing? von SAM TOMPKINS: Eine Liebeserklärung an den Vater
Hörenswert

- Review
Kismet von MATILDA MANN: Die Fülle des Feigenbaums
In ihrem zweiten Album „Kismet“ feiert die britische Künstlerin Matilda Mann das Leben.

- Review
Algorithm von NATALIE IMBRUGLIA
Natalie Imbruglia, die mit ihrem Hit „Torn“ weltberühmt wurde, thematisiert in ihrem neuen Album „Algorithm“ ihre mentale Gesundheit.

UCHE YARA: Mit Diva Team auf dem Weg zum Debütalbum
Rotes Strobolicht und pulsierende Beats: UCHE YARA schickt uns mit dem dritten Vorboten ihres Debütalbums auf die Tanzfläche.