Tag des offenen Denkmals Hamburg: Erinnern, nie vergessen
Dem Tag des offenen Denkmals fällt aktuell eine besondere Bedeutung zu, wo die AfD gerne NS-Geschichte umschreiben möchte.

Denkmäler sind die stahl- oder steingewordene Gedächtnisse einer Nation oder einer Stadt, historische Stätten sind raumgewordene Erinnerungen an Zeiten und Ereignisse, die wir niemals vergessen sollten, manchmal aus guten, manchmal aus dunklen Gründen wie dem Nationalsozialismus. In unserer Gegenwart mit Wahlerfolgen und Rekordumfrage-Ergebnissen der rechtsextremen AfD, die ebendiese dunklen Kapitel der deutschen Geschichte zuschlagen und umdeuten will, kommt dem jährlichen Tag des offenen Denkmals vom 11.–13. September in Hamburg eine besondere Bedeutung zu. Gibt es in der Stadt mit dem Mahnmal St. Nikolai, der Gedenkstätte Bullenhuser Damm, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel gleich vier große Mahnmale gegen den Naziterror, der jetzt von der AfD schon wieder verharmlost wird.
Der Tag des offenen Denkmals bietet Führungen, Rundgänge, Sonderöffnungen sowie Kultur- und Familienangebote und will auf die Bedeutung von Denkmalpflege hinweisen. Dafür öffnen Denkmäler, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind, für drei Tage ihre Türen.
Und natürlich gibt es dabei auch historisch unbelastete Denkmäler, die einfach an die Vergangenheit erinnern, sei es im Hamburger Hafen mit der Oberhafenkantine, der Speicherstadt und dem St. Pauli Elbtunnel oder in einer der Hauptkirchen wie der St. Michaelis, dem Michel, dem Wahrzeichen der Hansestadt.
Das diesjährige Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur – Historische Bauten, die uns bewegen und verbinden“ lädt dazu ein, historische Infrastrukturen und Orte der Verbindung neu zu erleben, von technischen und infrastrukturellen Denkmälern bis hin zu Orten des Austauschs und Zusammenlebens.
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