MUSIK

Turbostaat: Uthlande

Uthlande
Pias
PUNKROCK Nach dem Livealbum „Nachtbrot“ zum 20. Bestehen pogen Turbostaat ein paar Schritte zurück in ihre rumpeligen Anfangszeiten in der kleinen Stadt am Nordmeer, als die Nächte lang und die Ausgehmöglichkeiten – nun ja – beschränkt waren. Man kann sie in jedem getriebenen Riff und in jeder rausgeschrieenen Textzeile spüren, die Tristesse der nordfriesischen Inseln, die jugendliche Ausbruchslust aus der Provinz, die Melancholie des Wattenmeers und die Raubeinigkeit der Winterstürme. A propos Texte: Wieder einmal offenbaren die in ihrer unkonkreten Sinnhaftigkeit die große Kunstfertigkeit von Textchef und Gitarrist Marten Epsen, der auch mit einem Gemälde seines Großvaters das Covermotiv zu „Uthlande“ beisteuert. Jan Windmeier deklamiert eindringlich Zeilen wie „Die Sonne geht, der Schatten bleibt“, die Gitarren schrammeln in unverkennbarer Turbostaat-Manier, und der Ratschlag aus „Brockengeist“ – „Für Echos musst du lauter schreien!“ – wird auf der Tour im Frühjahr wohl wieder tausendkehlig befolgt werden. es

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