FILM

TV-Tipp: Mit Scarlett Johansson und Ewan McGregor auf „Die Insel“

Ein Schreckensszenario mit aktuellem Bezug: Nach einer globalen Epidemie ist die Erde unbewohnbar geworden. Die Überlebenden verstecken sich in einem unterirdischen Komplex – und hoffen, eines Tages auf die Insel zu dürfen. Denn dieser legendäre Ort ist als einziger noch unverseucht. Auch Lincoln (Ewan McGregor) und Jordan (Scarlett Johansson) teilen diesen Traum. Doch nach und nach bekommt Lincoln einen schrecklichen Verdacht: Die Insel gibt es gar nicht. Und die Erde ist vielleicht gar nicht so zerstört, wie man ihnen erzählt hat …

Der dystopische Thriller „Die Insel“ stammt zwar aus dem Jahr 2005. Insbesondere die Idee einer von einer Krankheit entvölkerten Welt allerdings erscheint in Zeiten von Corona aktuell wie lange nicht. Doch einen langsamen, zerebralen Sci-Fi-Film sollte man hier nicht erwarten. Regisseur Michael Bay war schon damals für seine Actionfilme bekannt. „Bad Boys“, „Armageddon“ und „Pearl Harbor“ hatte er bereits veröffentlicht. Wie diese Streifen wartet auch „Die Insel“ vor allem in der zweiten Hälfte mit spektakulären Verfolgungsjagden, halsbrecherischen Situationen und bombastisch inszenierten Explosionen auf.

Heute jedoch, nachdem Bay fünf Filme der „Transformers“-Reihe gedreht hat, erscheint „Die Insel“ im Rückblick geradezu tiefgründig. Immerhin geht es nicht um CGI-Roboter, die in unübersichtlichen Kämpfen aufeinanderprallen, sondern tatsächlich um Menschen. Zu dem verhältnismäßigen Anspruch tragen die beiden Hauptdarsteller*innen das Ihre bei. Denn schon vor 15 Jahren hatten Johansson und McGregor in verschiedenen Produktionen ihr Können bewiesen. Seitdem haben sie immer wieder dazu Gelegenheit gehabt. So war Scarlett Johansson erst kürzlich in unserem TV-Tipp vom letzten Dienstag, „Hail, Ceasar!“ im ARD zu sehen.

„Die Insel“ läuft heute um 20.15 Uhr auf Kabel Eins.