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„The green Mile“ mit Tom Hanks bei Vox

Still aus „The green Mile“: Paul Edgecomb (Tom Hanks) trägt seine Wärteruniform und schaut erschüttert, hinter ihm weiße Funken.
Bild: RTL NITRO

Frank Darabonts zweite Stephen-King-Verfilmung – mit Tom Hanks und Michael Clarke Duncan in seiner bekanntesten Rolle.

King is King! Erst vor wenigen Tagen lief „Die Verurteilten“ im Fernsehen, nun gibt es mit „The green Mile“ eine weitere Stephen-King-Adaption. Ähnlichkeiten sind kein Zufall, denn nicht nur die Vorlage stammt aus derselben Feder. Bei beiden Filmen hat Frank Darabont Regie geführt. Und wie bei „Die Verurteilten“ steht bei „The green Mile“ nicht der Horror im Zentrum, auch wenn es dieses Mal übernatürlich zugeht.

In den 1930er-Jahren arbeitet Paul Edgecomb (Tom Hanks) in Louisiana im Todestrakt, wo zu Tode verurteilte Häftlinge auf ihre Hinrichtung warten. Als „grüne Meile“ bezeichnen er und seine Kollegen den mit grünem Linoleum belegten Flur. Ihre Routine wird durchbrochen, als John Coffey (Michael Clarke Duncan) der neueste Insasse wird. Coffey soll zwei Mädchen ermordet haben, doch schon bald nach seiner Ankunft kommen Paul Zweifel an seiner Schuld. Nicht nur scheint Coffey viel zu sanftmütig für eine solche Tat, er hat auch übernatürliche Kräfte. So ist er in der Lage, Krankheiten zu heilen, und kann das Böse in Menschen spüren. Paul ist überzeugt, dass es sich bei Coffey um eine Art Heiligen handelt. Doch das Todesurteil steht fest …

Im Gegensatz zu „Die Verurteilten“ wurde „The green Mile“ nicht ganz so uneingeschränkt gefeiert. So war die Geschichte einigen Kritiker:innen zu sentimental, anderen zu mystisch. Zudem werfen einige dem Narrativ vor, rassistische Stereotypen zu verwenden und die Schwarze Hauptfigur vor allem als Handlungsmechanismus zu missbrauchen. Doch auf der anderen Seite stehen nach wie vor die vielen Fans des Films, die in ihm eine tragische Geschichte über Schuld und Unschuld sehen.