„Loggerhead“ von Wu-Lu: Cooler geht kaum
Auf „Loggerhead“ verbindet der Brite Wu-Lu seine Grunge-Vergangenheit mit der Liebe zu HipHop und Grime.

Darf man das hier Raprock nennen? Wenn, dann schafft es Wu-Lu, das oft schwer erträgliche Genre scheinbar mühelos wieder cool zu machen. Vielleicht, weil Miles Romans-Hopcraft wirklich beide Genres verkörpert: Von klein auf war er Grunge-Fan, liebt aber auch Grime und HipHop. Seine Reise hat ihn erst von den echten Instrumenten, die er als Kind gelernt hat, an die Turntables geführt – und dann wieder zurück. „Loggerhead“ verbindet entsprechend die rockigeren Abgründe der 90er mit Postpunk – auf „Times“ ist Black-Midi-Drummer Morgan Simpson dabei – und atmosphärischer Elektronik („Facts“ klingt wie ein D’n’B-Beat, der halb im Filmriss versinkt). Mit seinen Stream-of-Consciousness-Texten, dem Genremix und seiner Britishness erinnert der Londoner zuweilen an L.A. Salami ohne die Melodien – Singen ist die eine Sache, die Wu-Lu fast gänzlich umschifft und von Gästen wie Lea Sen übernehmen lässt. Dafür rappt er mal zurückgelehnt („Scrambled Tricks“), mal schreit er zornig-kryptische Parolen („Blame“). Cooler geht kaum.
Musik


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