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„Wuthering Heights – Sturmhöhe“: Ein unmögliche Liebe

Das Liebesdrama „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ läuft im Kino.
Das Liebesdrama „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ läuft im Kino. (Foto: Foto: Courtesy Warner Bros. Pictures)

Eine neue Verfilmung von „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ kommt in die Kinos – mit Jacob Elordi und Margot Robbie in den Hauptrollen. Regie bei diesem Liebesdrame führte Emerald Fennell.

Regisseurin Emerald Fennell hat mit „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ den gleichnamigen Roman der Autorin Emily Brontë verfilmt. Es ist das Liebesdrama zweier Stiefgeschwister voller Obsessionen und Zerstörungskraft. „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ kommt jetzt in die Kinos.

Bereits vier Mal wurde der Roman verfilmt: 1939, 1970, 1992 und 2011. Zuletzt spielten 1992 Juliette Binoche und Ralph Fiennes das Liebespaar Cathy und Heathcliff, im Jahr 2011 wurde der Roman dann noch einmal Andrea Arnold ins Kino gebracht. Das hat seine Gründe. Als Emily Brontës Roman 1847 er schien, wurde er wegen des Fehlens von Personen, mit denen man sich identifizieren konnte, weder von der Kritik noch vom Publikum enthusiastisch aufgenommen. Dennoch und vielleicht gerade deshalb gilt die Geschichte von der obsessiven Liebe zwischen zwei Stiefgeschwistern, die in extremen Hass umschlägt, als ein Meisterwerk des Viktorianischen Zeitalters, an dem sich auch der Film in regelmäßigen Abständen abarbeitet und das er immer wieder neu interpretieren will. Emerald Fennell kennt beide Hauptdarsteller bereits aus früheren Zusammenhängen. Mit Margot Robbie hat sie in zwei Filmen zusammengearbeitet: Bei „Promising young Woman“ als Regisseurin, und bei „Barbie“ spielte Fennell in einer Nebenrolle mit. Mit Jacob Elordi drehte sie den Film „Saltburn“.

Margot Robbie in der Rolle der Cathy in „Wuthering Heights – Sturmhoehe“.
Margot Robbie in der Rolle der Cathy in „Wuthering Heights – Sturmhoehe“. Foto: © 2026 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

Margot Robbie als Catherine

Von der australischen Seifenoper „Nachbarn“ bis zur ikonischen Rolle der blonden Plastikpuppe in „Barbie“: Margot Robbie feierte ihren internationalen Durchbruch als Gespielin von Leonardo Di Caprio 2013 in Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“. Über ihre Rolle in „Legend of Tarzan“ legen wir lieber den Mantel des Schweigens, lüften ihn aber umso rascher für „I, Tonya“, für den Margot Robbie für Golden Globe und den Oscar nominiert wurde. Robbies gestörte Superheldin Harley Quinn („Suicide Quad“, „Birds of Prey“, „The Suicide Squad“) würde darüber nur den Baseballschläger schwingen, Tarantino hat sie für „Once upon a Time in Hollywood“ engagiert. „Bombshell“ brachte #MeToo-Hype – und dann kam „Barbie“, das globale Phänomen und der umsatzstärkste Film des Jahres 2023 mit 1,4 Milliarden US-Dollar. vs

 

Regisseurin Emerald Fennell am Drehort von „Wuthering Heights – Sturmhöhe“.
Regisseurin Emerald Fennell am Drehort von „Wuthering Heights – Sturmhöhe“. Foto: Copyright: © 2026 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

Emerald Fennell führte Regie bei „Wuthering Heights – Sturmhöhe“

Als Schauspielerin war die Britin zwar in bekannten Filmen wie „The danish Girl“ und „Barbie“ (die schwangere Barbie, die eingestellt wird) sowie der Serie „The Crown“ (als Camilla) zu sehen – als Autorin und Regisseurin zeigt Emerald Fennell aber ihre wahren Qualitäten. Die enge Freundin von Phoebe Waller-Bridge („Fleabag“) war bei der Serie „Killing Eve“ in der zweiten Staffel Headautorin, und ihr selbstgeschriebenes Regiedebüt, der #MeThriller „Promising young Woman“ (2020), entwickelte sich zum Kritikererfolg: Fennell wurde mit dem Oscar für das Beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Der Nachfolger „Saltburn“ (2023) war eine echter Geheimtipp und Amazon-Prime-Hype. Typisch für Fennell: stark zuge- bis überspitzte Geschichten in edlen Bildern. „Wuthering Heights“ ist ihr erster Liebesfilm. vs

Jacob Elordi spielt Heathcliff in „Wuthering Heights – Sturmhöhe“.
Jacob Elordi spielt Heathcliff in „Wuthering Heights – Sturmhöhe“. Foto: © 2026 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

Jacob Elordi als Heathcliff

Der australische Schauspieler wurde zunächst mit Teenie-Formaten bekannt, spielte jedoch von Anfang an komplexe Rollen. Bei Netflix können die drei Teile von „The Kissing Booth“ gestreamt werden, seit 2019 ist Elordi zudem in der amerikanischen Adaption der israelischen Serie „Euphoria“ in der Rolle des Nathaniel „Nate“ Jacobs zu sehen, der mit seiner Bisexualität kämpft. Erneut um eine homoerotische Beziehung geht es im Film „Saltburn“, wo Elordi zum ersten Mal unter der Regie von Emerald Fennell, die jetzt auch „Sturmhöhe“ gedreht hat, den jungen Aristokraten Felix Cutton spielt. Um die komplexe psychische Konstitution und den psychischen Zerfall von Elvis Presley, den Elordi hier gibt, geht es in „Priscilla“ (2023), während er mit der Figur des Dorrigo Evans in der Miniserie „The Narrow Road to the Deep North“ einen Arzt spielt, der als britischer Sanitätsoffizier in japanischer Kriegsgefangenschaft am Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn beteiligt ist. Dorrigo Evans muss als Arzt das Letzte aus den anderen Gefangenen herausholen und will diese gleichzeitig so behandeln, dass sie möglichst überleben: Ein schier unmögliches Unterfangen. Auch hier ist seine Figur gleich mehrfach in einem inneren Zwiespalt, denn Dorrigo Evans’ Gedanken sind immer wieder bei seiner Geliebten, was er seiner späteren Frau aber nie verraten wird, obwohl diese das längst weiß. Im Horrorfilm „Frankenstein“ (2025) schließlich hatte Elordi – wenn auch unter einer Maske – das größte Martyrium seiner bisherigen Schauspielerlaufbahn zu erleiden: Er spielt das Monster. jw

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