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„Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf“ von Elise Schmit

EliseSchmit
(Foto: Veronique Kolber)

In acht Stories, auf gerade mal 300 Seiten und mit keinem Wort zu viel schafft Elise Schmit in „Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf“ ganze Universen.

„Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf“ von Elise Schmit ist unsere Buchempfehlung der Woche.

In acht Stories, auf gerade mal 300 Seiten und mit keinem Wort zu viel schafft Elise Schmit in „Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf“ ganze Universen. Dabei geht es ihr nicht um epische Schicksale, sondern um kleine Momente der Veränderung. Schon nach wenigen Sätzen befinden wir uns in der Welt ihrer Figuren – ob es um einen einsamen alten Fischer, zwei durch eine Tragödie verbundene Freundinnen, eine alleinerziehende Mutter mit Dating-App-Profil oder um einen weltraumbesessenen Schuljungen geht. Schmits Protagonist:innen verbindet eine Einsamkeit, eine Sehnsucht nach Gemeinschaft – und doch würde es zu kurz greifen, die Autorin lediglich zur Zeitdiagnostikerin unserer entfremdeten Gegenwart zu küren. Das beweist die vielleicht beste Erzählung „Der Löwe des heiligen Hieronymus“, zu der sie sich von einem Gemälde aus den Niederlanden des 16. Jahrhunderts inspirieren ließ.

Elise Schmit wurde 1982 in Luxemburg geboren und ist dort aufgewachsen. Für ihr Schreiben wurde sie mehrfach beim Concours littéraire national ausgezeichnet. Ihr Erzählband „Stürze aus unterschiedlichen Fallhöhen“ erhielt 2019 mit dem Prix Servais die wichtigste Auszeichnung des Landes und wurde in Luxemburg zum Bestseller. Elise Schmit lebt in Luxemburg-Stadt.

Mit „Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf“ hat es Elise Schmit auf unsere Liste der besten Bücher im Juni 2026 geschafft.

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