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Anna Wydra: The Absurdity of Being

Anna Wydra
(Foto lunaballmann)

Auf ihrem Debüt erweist sich die Hamburgerin nicht direkt als die deutsche Courtney Barnett – aber trotzdem als spannende Songwriterin.

Als eine deutsche Courtney Barnett ist Anna Wydra schon bezeichnet worden. Und Ähnlichkeiten sind auf jeden Fall vorhanden: Wie die Australierin pflegt die Hamburger Singer/Songwriterin eine DIY-Ästhetik, und ihre Songs kombinieren schmerzhafte autobiografische Themen mit trockenem Humor. Doch beim genaueren Hinhören offenbaren sich kleine Unstimmigkeiten, die Wydras Debütalbum „The Absurdity of Being“ faszinierend machen.

Statt an Punk oder Folk orientiert sie sich an den unwiderstehlichen Melodien des Pop, und trotz ihrer Anfänge als Straßenmusikerin sind die Arrangements überraschend vielschichtig, bauen Geige, Melodica und E-Piano ein. Anna Wydras Texte sind zwar explizit und motzig, aber auch voller Selbstreflexion und Zerbrechlichkeit.

„And in the details/A microscopic change is going on/Nothing’s fixed/It’s impossible to hold on“, singt sie in „Nothing’s fixed“ – Zeilen, die für ein Debüt eigentlich zu altersweise sind. Deutlich plakativer, aber deswegen nicht weniger wahr heißt es im Refrain von „Looks“: „If looks didn’t matter/The world would be much better“. Wo sie recht hat …

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