Are we gonna sing? von SAM TOMPKINS: Eine Liebeserklärung an den Vater
Sam Tompkins gibt mit seinem zweiten Album „Are we gonna sing again?“ einen intimen Einblick in die Trauer um seinen verstorbenen Vater.

Mit „Are we gonna sing again?“ liefert Sam Tompkins ein intimes Nachfolgealbum zu seinem Debüt „Hi, my Name is insecure“. War dieses bereits schonungslos ehrlich in Sachen mentaler Gesundheit, widmet er sich nun der Trauer um seinen verstorbenen Vater. Der ehemalige Straßenmusiker aus Brighton, löst sich diesmal von großen Piano-Balladen und wagt sich an Pop-Sounds mit modernen Folk-Einflüssen. „Crawling out my Skin“ ist ein spontaner, herausgeschriener Befreiungsmoment, in einem Garten in Norfolk entstanden. Unpoliert charmant fängt der Song die Leichtigkeit eines losgelösten Augenblicks ein.
Den emotionalen Höhepunkt bildet „O’Clock somewhere“, eine vielschichtige Liebeserklärung an den Vater und die Zeit, die man vermisst: der Schmerz der Nostalgie, die Bürde, dass Uhren nicht stillstehen. Die cherry on top ist der Closer „Live where I don’t lose you“: Sam beendet das Album mit einer Aufnahme von einem Kindergeburtstag, in der sein Vater fragt: „Are we gonna sing?“ – eine rührende Auflösung des Titels und Beweis, dass Tompkins statt zu verstummen seine Trauer in Musik verwandelt hat.
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