Ballerina aus Bratislava: Adéla übernimmt die Popwelt
Provokation, große Träume und Ballett. Adela hat alle drei Elemente perfektioniert und dreht auf ihrem Debütalbum „PRIMA“ Pirouetten durch eine Popwelt, von der sie selbst einst nicht mal zu träumen wagte.

Drehen wir die Zeit erstmal zurück. Woher kommt Adéla eigentlich, und was steckt hinter diesem krassen Aufstieg? Gestartet hat alles mit der Netflix-Show Pop Star Academy: KATSEYE. In die mittlerweile weltweit erfolgreiche Gruppe KATSEYE hat es Adéla nicht geschafft, beliebt war sie im Ranking der Show trotzdem allemal. Am Ende scheiterte die Aufnahme in die Girlgroup an zu viel Solo-Potenzial. Die Jury hatte recht: Solo nimmt ihre Karriere jetzt erst richtig Fahrt auf.
Was braucht so ein Popstar heutzutage eigentlich?
Adéla bringt alles mit, was es braucht. Einen Look, den man nicht übersieht: ihre knallpinken, langen Haare, die kaum zu ignorieren sind, schon gar nicht, wenn sie sie bei gewaltigen Ballett-Einlagen künstlerisch durch die Luft fliegen lässt. Zur Performance gehört natürlich auch der Gesang, den hat sie ebenfalls drauf. Was aber wirklich heraussticht, ist ihr Gespür für Einzigartigkeit und Kunst, auf allen Ebenen. Sie kopiert nicht, sie ist einfach selbst eine authentische Kunstfigur. Und genau das überzeugt und zieht. Nach ihrer EP „Provocateur“, mit der sie, wie der Name schon andeutet, provokant in die Musikwelt hineinstartete, geht es nun graziöser weiter: mit „PRIMA“. Prima Ballerina, Adéla kommt groß raus. Den Titel erklärt sie selbst so: „PRIMA means ‚first‘, which is perfect since this is my debut. Being a prima ballerina means you’re the top dog or the best ballerina in the house. It’s a term of endearment in the ballerina community. I’m trying to be the prima ballerina of pop, and this is my first step to achieve that.“
Die Hoffnung von der großen Bühne
Mit „Ain’t in LA“ gelingt dann der endgültige Durchbruch. Die Story ist eigentlich fast zu schön, um wahr zu sein: Adéla schafft es aus der Slowakei mit Träumen von der großen Bühne und harter Arbeit. „The baddest bitches ain’t in LA“, singt sie, und auf der ganzen Welt tauchen plötzlich knallpinke Poster auf: „The baddest bitches are in Berlin, Amsterdam“, und so weiter. Ein Zeichen dafür, dass man nicht unbedingt nach Hollywood muss, um groß rauszukommen. Mit dieser Hoffnungshymne trifft Adéla mitten ins Herz der Gen Z, junge Träumer:innen mit großen Plänen, die sich manchmal unerreichbar anfühlen. Ein nostalgischer Beat, dessen Sänger schon 2016 bei Miley Cyrus‘ Hit „We Can’t Stop“ den ikonischen Rap eingesungen hat, macht Adélas Song zusätzlich zum nostalgischen Volltreffer. Sie steigt in die globalen Top 50 Charts ein, der Song geht über Marketing-Aktionen und Sounds auf TikTok viral. Das kleine Mädchen aus Bratislava ist auf einmal ganz groß.
Ein Vorbild für alle Träumer:innen
Auch andere Songs des Debüts thematisieren den Weg, den sie gegangen ist, um Popstar zu werden, übrigens der erste große Hit einer Slowakin in den globalen Top 50. Darauf kann sie schon massiv stolz sein. Auf „KGB“ geht es unter anderem darum, wie sie als Kind Musikvideos und Serien auf Englisch schaute, sich Englisch quasi über Popkultur selbst beibrachte und so sein wollte wie die Stars, die sie bewunderte, bis hin zum antrainierten Akzent. Adélas Weg lag schon immer vor ihr, und jetzt kann sie ihn entlanglaufen und wird dafür gefeiert. Wie ernst es ihr damit ist, zeigt auch die Bühne selbst: Adéla konnte bereits als Opener für Demi Lovato performen, spielte im Sommer auf großen Festivals mit riesigem Andrang vor ihren Bühnen, und ihre erste Nordamerika-Tour ist schon jetzt komplett ausverkauft. Vom Ranking bei der Pop Star Academy bis zu ausverkauften Hallen war es ein kurzer Weg, aber einer, den sie sich hart erarbeitet hat. Doch sie denkt nie nur an sich selbst. Schon bei Pop Star Academy appellierte sie immer an ihr Vorbildpotenzial. Sie will kleinen Mädchen aus dem Balkan und den Vororten Osteuropas zeigen, dass sie groß träumen dürfen, dass Träume wahr werden können. Sie will das Vorbild sein, das sie selbst nie hatte, und mit all dieser Emotion, Provokation und ihrem Kunstfigur-Potenzial ist sie auf dem besten Weg, ihrer Mission immer näher zu kommen.
Musik


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