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„Farm to Table“ von Bartees Strange: Indie-Darling

Keine Angst vor den Charts: Eigentlich müsste Bartees Strange mit „Farm to Table“ in jedem Radio laufen.

Plattencover „Farm to Table“ von Bartees Strange

Bartees Strange ist das, was man einen Indie-Darling nennt: Man kennt ihn durch seine Verneigung vor The National und Auftritten im Vorprogramm von Phoebe Bridgers, Lucy Dacus und Courtney Barnett. Alle drei Frauen erwähnt Strange auf „Cosigns“, einem der besten Tracks auf seiner zweiten Platte. Ehrlich und reflektiert sind auch die übrigen Texte, die sich mit Rassismus („Hennessy“), Stranges Kindheit als Sohn eines Soldaten („Tours“) oder der Tochter von George Floyd („Hold the Line“) befassen, aber auch eingestehen, dass er sich über den eigenen Erfolg freuen darf.

Dabei bewegt sich der Musiker gewohnt fluide durch verschiedene Genres, hält an klassischen Rockklischees fest, nur um sich dann bei HipHop oder Country zu bedienen. Erstaunlich ist vor allem, dass das nie zu experimentell oder sperrig wird, denn Strange hat ein Ohr für Hooks und keine Angst vor den Charts: „Wretched“ etwa befolgt ohne jede Ironie die aktuelle Popformel. Eigentlich könnte „Farm to Table“ in jedem Radio laufen – wenn die Welt nur ein kleines bisschen fairer wäre.

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