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Big Red Machine: How long do you think it’s gonna last?

Auf dem zweiten Album von Big Red Machine sind Gäste wie Taylor Swift und Sharon Van Etten dabei – doch ganz eigentlich dreht sich alles um Aaron Dessner.

Big Red Machine Collage-Portraitfoto Aaron Dessner und Justin Vernon
Foto: Graham Tolbert

Big Red Machine ist Aaron Dessners gemeinsames Projekt mit Bon-Iver-Strippenzieher Justin Vernon, und ein Blick auf die Tracklist des zweiten Albums erweckt den Eindruck, es wäre hier vor allem um das Ansammeln von Featuregästen gegangen: Taylor Swift, Fleet Foxes, Ben Howard, Sharon Van Etten und Lisa Hannigan sind da nur die spektakulärsten Namen. Doch hört man „How long do you think it’s gonna last“ von Big Red Machine, relativiert sich das Staraufgebot und im Zentrum erstrahlt vor allem einer: Aaron Dessner. Natürlich profitiert die Platte von Vernons Stimme und seinen innovativen Ideen, und es ist Taylor Swift, die „Regengade“ zum Hit macht, doch sie alle sind enge Vertraute des Produzenten, Songwriters und Musikers von The National und stellen sich in den Dienst seiner autobiografischen Großtat.

War das Debüt noch ein zaghaftes Vorantasten in ganz unterschiedliche Richtungen, setzt Dessner jetzt stringent auf zeitgemäßen Folkpop, und Songs wie „The Ghost of Cincinnati“, „Magnolia“ und vor allem „Bryce“, eine Verneigung vor seinem Zwillingsbruder und National-Mitstreiter, sind dann auch so persönlich, dass nur Dessner selbst den Gesang übernehmen kann.

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