- Review
Bill Callahan: „Gold Record“
Auf seinem neuesten Soloalbum setzt der Singer/Songwriter seine ruhige Auseinandersetzung mit sich selbst und der turbulenten Welt um ihn herum fort. kulturnews hat reingehört.

Sechs Jahre kein Album! Und dann gleich zwei in 14 Monaten! Bill Callahan bleibt der große, unberechenbare US-Folkie mit der fantastischen Bariton-Stimme, von der man sich nur zu gerne ganze Kochbücher vorlesen lassen würde.
Und wenn man davon ausgeht, dass sein lyrisches Ich mit dem realen Callahan übereinstimmt, dann gibt es auf „Gold Record“ tatsächlich kulinarische Neuigkeiten: Frühstück ist des Dichters liebste Mahlzeit! Tortillas und Bohnen isst er gern, und einmal die Woche Büffelfleisch!
Das 18. Studioalbum des Singer/Songwriters ist von gewohnt trockenem Humor durchzogen. Callahan reimt „alone“ auf „L. Cohen“ und „straight shooter“ auf „Ry Cooder“ – dass die beiden seine Idole sind, hatte man sich ja eh schon gedacht.
Musikalisch hat das nicht die spannungsgeladene Weirdness vergangener Jahrzehnte (auch nicht in der neuen Version seines 20 Jahre alten „Let’s Move to the Country“), wirkt aber konzentrierter und harmonischer als zuletzt. Ganz groß: das Pfeifen des herrlich schunkeligen „Cowboy“ im gleichnamigen Song.
Musik


Just getting started: Ronan Keating Live 2027

Eels im Interview: Ein ziemlich glücklicher Mann
Hörenswert

Danger Dan – Keine Angst
Erst vom ZDF gestrichen, dann in den Top Ten: Auf seinem zweiten Klavieralbum verbindet Danger Dan Gesellschaftskritik mit sehr persönlichen Momenten. Er spricht über Rechtsruck, Erblindung und sein Coming-out – reduziert im Sound, aber mit umso mehr Wucht.

- Gewinnspiele
Jetzt Tickets gewinnen: LP live in Köln

Girls support girls: Die 10 besten Kollaborationen weiblicher Artists
Female Rage, Schwesternliebe und Girlhood pur: 10 Kollabos, die beweisen, dass im Pop längst Platz für alle ist.
