Bonobos letztes Album? „Distance in Static“ als Wendepunkt
Bonobo kündigt ein neues Album an und geht auf Welttournee - vielleicht zum letzten Mal?
Bonobo hat in seiner 25-jährigen Karriere schon viele Meilensteine hinter sich gelassen. Das neue Album „Distance in Static“, angekündigt für den 11. September, ist Höhe- und Wendepunkt gleichermaßen. Bereits 2022 landete Bonobos Album „Fragments“ auf Platz 3 der deutschen Albumcharts, was bisher international seine beste Chartplatzierung ist. Neben 900 000 verkauften Tonträgern und zahlreichen Silber- und Goldauszeichnungen für seine Singles kann der Musiker und DJ auch mehrere BRIT- und sieben GRAMMY-nominierungen vorweisen, wobei er mit letzteren Madonna das Wasser reichen kann. In den Kategorien Dance/Electronic wurden nämlich außer ihr und Bonobo nur die Chemical Brothers und Skrillex insgesamt fünfmal nominiert. Mit dem neuen Album geht er dieses Jahr auf Welttournee, mit Live-Band und den starken Visuals, die man von ihm gewohnt ist. Termine in Deutschland sind derzeit nicht geplant. Dafür können sich Fans über die Vorab-Single „Me and you“ freuen.
Auf „Distance in Static“ beweist er erneut sein Multitalent als DJ, Live-Künstler und Komponist: „Ich möchte die Idee bekräftigen, dass man mehr als nur eine Sache sein kann.“ Wunderschön, emotional und mit Tiefgang widmet sich das Album dem Raum zwischen dem Nahbarem und dem Unbekannten. „Mir gefiel die Idee, nach einem fernen Signal zu lauschen – im Rauschen etwas zu finden“, sagt Bonobo dazu. Die Texte sind auf Englisch, Japanisch und Urdu verfasst und wurden unter anderem in London, Tokyo und auf der berühmten Broken Arrow Ranch Neil Youngs in Kalifornien aufgenommen. Auch an diesem Album haben wieder etliche Artists mitgewirkt, darunter Arooj Aftab, Joy Crookes, Nilüfer Yanya, Ichiko Aoba und Nicole Miglis.
Das Jubiläumsalbum markiert nun einen besonders großen Meilenbrocken in Bonobos Karriere – und womöglich bedeutet es auch einen Abschluss. „Es ist wahrscheinlich das letzte Mal, dass wir den Song in diesem Format spielen“, sagt er dazu. Die Zukunft ist noch ungewiss, aber „es geht mir vor allem darum, das Musikersein von nun an neu zu definieren.“ Wir hören im September also definitiv nicht zum letzten Mal von Bonobo.