FILM

Chucky: Die Puppe wird Serienmörderin auf Syfy

Der 14-jährige Jake Wheeler im kleinen US-Städtchen Hackensack ist der Held der Serie Chucky, die jetzt auf Syfy startet und auf Sky Ticket gestreamt werden kann. Jake wird in der Schule gemobbt und ist entsprechend verschlossen. Nur zu Hause in seinem Zimmer verwirklicht sich der Teenager: er baut aus alten Puppen ein Kunstwerk. Außerdem steht er auf seinen Klassenkameraden Devon Evans, den er aber nur aus der Ferne anhimmelt. Als Jake auf einem Flomarkt eine Kinderpuppe kauft, um diese in sein Kunstwerk zu integrieren, stellt sich bald heraus, dass die Puppe sprechen kann. Außerdem lässt sie auf dem Flohmarkt ein Fleischermesser mitgehen.

Die Puppe heißt Chucky und ist exakt die bestialisch mordende Puppe aus den gleichnamigen Kinofilmen. Der Schöpfer der Filme, Don Mancini, ist auch Showrunner der Serie Chucky und führte in der ersten Folge selbst Regie. Die Serie bringt kritisch Themen wie Mobbing an der Schule und Schwulenfeindlichkeit im privaten Umfeld sowie die daraus resultierenden Schwierigkeiten eines Teenagers, seine Sexualität frei auszuleben. Die gleichzeitig eingebauten Elemente von brutalem Mord, Rache und Spaß an Gewalt bewirken, dass die Serie gar keine Zeit hat, den Zeigefinger zu erheben, im Gegenteil: Chucky, der – wie schon aus den Filmen bekannt – der Geist des seit den 1960ern mordenden Charles Lee Ray, der in die Puppe fuhr und seitdem sein Unwesen treibt. Dass ausgerechnet ein solches Monster dem schwulen Helden zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstermächtigung treiben will, lässt die Serie moralisch auf des Messers Schneide agieren. Und genau das macht Chucky sehenswert.

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