„Coyote vs. ACME“ im Kino: Mit „Meep meep“ gegen die CEOs
Der wilde Mix aus Gerichtsdrama und Slapstick bringt die Looney Tunes zurück auf die Leinwand – und auch die Hintergrundgeschichte wärmt das Herz.

Dieser Film unterhält allein schon dank interessanter Parallelen zwischen Kunst und Realität: Die Bemühungen der Macher:innen, ihr ursprünglich bereits für 2023 geplantes Werk gegen den Widerstand der Warner-Chefetage, die „Coyote vs. ACME“ aus Steuergründen abschreiben wollte, doch noch auf die Leinwand zu bringen, spiegeln die ewig fruchtlosen Versuche von Wile E. Coyote, den Roadrunner zu erlegen, mit denen wir alle aufgewachsen sind.
Doch genau das wird dem Kojoten hier zu viel, er zieht in die nächste Stadt und heuert den armseligen Anwalt Kevin Avery (Will Forte) an, um die übermächtige ACME-Firma zu verklagen, die seit Gedenken das Jagdequipment stellt. Avery allerdings würde vor ACME-Anwalt Buddy Crane (John Cena) am liebsten direkt wieder einknicken, nur seine engagierte Nichte Paige (Lana Condor) drängt ihn, den Fall zu übernehmen. Das alles sorgt für jede Menge Slapstickhumor, in dem animierte Kreaturen – etliche Looney-Tunes-Figuren haben natürlich Nebenauftritte – auf Realfilm treffen.
Und wie bei den alten Looney-Tunes-Filmen ist es vor allem die visuelle Kreativität dieser Gags, die „Coyote vs. ACME“ einen zeitlosen, für alle Altersklassen geeigneten Charakter verleiht. Den menschlichen Schauspieler:innen ist hoch anzurechnen, wie nahtlos sie mit ihren Zeichentrick-Kolleg:innen verschmelzen, doch wie lustig man den Film am Ende findet, hängt stark von der persönlichen Liebe zum Slapstick ab. Zwar gibt es auch eine emotionale Handlung – am Drehbuch haben James Gunn und die eigentlich überqualifizierte „May December“-Autorin Samy Burch mitgeschrieben – doch die ist letztlich vor allem Beiwerk, während wir uns über gezeichnete Tunnel, Raketenrollschuhe und natürlich Klaviere, die vom Himmel fallen, amüsieren.
Film

Sehenswert

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