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Film

The Uprising – Für die Freiheit: Ein Aufstand verpufft

Paul Greengrass’ Historienfilm lässt sich ziemlich vielversprechend an – verliert aber leider zum Ende hin den Faden.

Andrew Garfield, als mittelalterlicher Bauer gekleidet, steht vor einem Fachwerkhaus. Sein Haar ist nass, und er hat eine Wunde an der Wange. Im Hintergrund sind die Köpfe weiterer Bäuer:innen zu sehen.
Andrew Garfield als Bauer Ploughman, der zur Galionsfigur eines Aufstands wird. (Foto: Betina La Plante. © 2026 Rage Exploitation Company Ltd. All Rights Reserved.)

„The Uprising – Für die Freiheit“ hat etwas von einem Etikettenschwindel: Zu 90 Prozent fühlt sich Paul Greengrass’ Actionfilm an wie ein stimmiges, gut recherchiertes Historienepos – um in den letzten zehn Prozent in Klischees und Plattitüden zu verfallen. Umso frustrierender, weil so viel so gut funktioniert. Mit Andrew Garfield, Jamie Bell, Cosmo Jarvis und Thomasin McKenzie ist der Film hochkarätig besetzt und behandelt ein Thema, das perfekt in den Zeitgeist passt: Nach einer Pestwelle ist die gebeutelte englische Bauernschaft nicht mehr bereit, die unmenschlichen Steuern der Adligen zu zahlen. Der um seine Familie trauernde Ploughman (Garfield) schließt sich den Rebellen um Wat Tyler (Jarvis) an, die nach London ziehen. Hier wollen sie ihr Anliegen vor den jungen König bringen – sie glauben, dass sein korrupter Rat ihn faktisch gefangen hält.

Der Bauernaufstand von 1381 ging in die Geschichte ein, er dient bis heute vor allem linken Theoretiker:innen als Inspiration, und es ist Greengrass, der auch das Drehbuch schrieb, hoch anzurechnen, dass er Haltung beweist und größtenteils nichts romantisiert. Dabei lässt sich auch verschmerzen, dass der komplett in Bayern gedrehte Film in den Grau- und Brauntönen gehalten ist, die seit langem Hollywood-Code fürs finstere Mittelalter sind – Ploughmans Welt ist nun mal eine finstere. Schwerer wiegt, wie platt das Drehbuch stellenweise ist: „The Uprising“ ist die Art von Film, in dem uns drei Mal hintereinander gezeigt wird, dass Ploughman seine Familie verloren hat, und Figuren „Wir haben die Kontrolle verloren!“ rufen, nachdem sie die Kontrolle über einen Mob verloren haben. Dass Greengrass, bekannt für die von der Shakycam getragene „Bourne“-Reihe, sich noch immer weigert, die Kamera auch mal still zu halten, hilft auch nicht. Schade!

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