Darkside kehren nach acht Jahren zurück
Mit „Spiral“ veröffentlichen Elektromusiker Nicolás Jarr und Multiinstrumentalist Dave Harrington als Darkside ihr zweites Album.

Acht Jahre sind vergangen, seit der Elektromusiker Nicolás Jaar und Multiinstrumentalist Dave Harrington ihr hochgelobtes Debüt „Psychic“ veröffentlicht haben. Aber Zeit bedeutet in der Welt von Darkside ohnehin etwas anderes. Erneut sind die Einflüsse für „Spiral“ eher in vergangenen Jahrzehnten zu suchen: die Jaki-Liebezeit-Drums auf „I’m the Echo“, die Talk-Talk-Orgel im Closer „Only young“. Jaar hat Darkside als seine und Harringtons Jam-Band bezeichnet, und das ist auf „Spiral“ noch deutlicher hörbar.
Bei mehreren Durchläufen treten hinter den verzerrten Effekten und Ambient-Passagen die stampfenden Rhythmen und Bluegrass-Gitarren hervor, und man erkennt, dass Darkside hier ihre eigenwillige Version von Americana aufgenommen haben. Das Album knarzt, poltert, summt und flirrt, und mit dieser Liebe zum Experiment scheinen Jaars elektronische Wurzeln durch: Die Textur eines Tons ist ebenso wichtig wie Höhe oder Lautstärke. Das hat das Duo zwar schon vor acht Jahren demonstriert. Aber weil sonst niemand diesen einmaligen Sound schafft, müssen Darkside eben wieder selbst ran.
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