Das Fest (1998)

„Heben wir das Glas auf meinen Vater, der meine Zwillingsschwester und mich als Kinder vergewaltigt hat.“ Mit diesem ungewöhlichen Geburtstagstoast des ältesten Sohnes Christian (Thomson) vor versammelter Sippe beginnt „Das Fest“. Vinterbergs schwarzes Familienmelodram à la Strindberg, zelebriert auf einem dänischen Landschloß, läßt nicht nur den schmausenden Gästen die Hummersuppe regelrecht im Halse steckenbleiben. Auch der Kinobesucher wird in einen emotionalen Würgegriff genommen. Mit bewußt reduzierter Filmtechnik und einer ruhelosen Handkamera werden die zwischen Haß und Liebe hin- und herwankenden, alkoholisierten Protagonisten bei ihrer Verdrängung und Suche nach der Vergangenheit verfolgt. Am Ende des alptraumartigen Feier trifft sich die Geburtstaggesellschaft bei einem Katerfrühstück wieder, das dem Vater so gar nicht schmecken wird. (ik)
Film

Sehenswert

„Familiengeheimnisse“ erschüttern die heile Welt einer Gemeinde

Phoenix und andere: Filme von Christian Petzold bei Arte

Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos: Derselbe Film noch mal
![Still_[AUSTRALIAN_RESEARCH_STATION]_(c) ThurnFilm GmbH_Fotografin Ines Reinisch](https://kulturnews.de/wp-content/uploads/2026/08/still-australian-research-station-c-thurnfilm-gmbh-fotografin-ines-reinisch-700x394.jpg)