Dexter: Yung Boomer

prodbydexter
HIPHOP Dexter war schon immer ein besserer Produzent als Rapper, wohl ein Grund dafür, dass sein Solodebüt bis 2017 auf sich warten hat lassen. Da hatte der hauptberufliche Kinderarzt schon zahllose Beats für Fatoni, Cro oder Morlockk Dilemma gebastelt. Jetzt ist der zweite Solorelease da – und der erste, seit Dexter sich ganz dem HipHop verschrieben hat. Vom Motiv für diesen Schritt erzählt er im Closer „Apoplex“: Ein Schlaganfall hat ihn einiges neu überdenken lassen. Nur thematisch schlägt sich das auf „Yung Boomer“ kaum wieder, Dexi rappt noch immer am liebsten über „Vino“, Jogginghosen und Vaterfreuden. Dass dabei alle Features (darunter Fatoni, LGoony und Döll) besser flowen als er selbst, war zu erwarten. Schwerer wiegt, dass auch die Beats, die Trap mit klimpernden Melodien kombinieren, sich nach einer Weile etwas zu sehr ähneln, ganz zu schweigen von einigen kaum erträglichen Hooks. Dabei kann man Dexter ja verstehen: Die Balance zwischen Älterwerden und HipHop ist nicht einfach zu halten. Das fasst eine Line auf „Freitag“ am besten zusammen: „Wäre gern erwachsen/Aber bin berufsjugendlich“. Leider ist sie von Fatoni. mj
Musik


Album Club: Herbstlicher Musiktalk über neue Alben

„Wie lange dauert es, bis ich bei mir ankomme?": Nieve Ella über ihr Debüt
Hörenswert

Stereo MC’s auf Celebrating 35 Years Of "Connected" Tour 2027
Ihren Hit „Connected“ gibt es endlich wieder live: Stereo MC’s gehen nächstes Jahr auf Celebrating 35 Years Of „Connected“ Tour.

Warum reden gerade alle über Tinashe?
Hot-Girl-Album mit Selbstzweifeln: Was „Popstar“ von Tinashe so besonders macht.

Brimheim wagt sich auf My Collection an Klavier und Kammerpop
Die färöisch-dänische Künstlerin Brimheim schlägt ein neues Kapitel auf. Im Video von Stine Emil verwandelt sich „My Collection“ in einen hypnotischen Kurzfilm.
