„Down in Albion: 20th Anniversary Remastered Edition“ von Babyshambles: Von Misserfolgen zu Meisterwerken
Von Kuriositäten-Songs hinter Gittern zu Meisterwerken. Babyshambles veröffentlichen einen Remaster von „Down in Albion“.

Babyshambles waren zunächst eine Trotzreaktion: gegründet von Peter Doherty nach seinem Rausschmiss bei den Libertines, von Anfang an überschattet von Skandalen und Drogendelikten. Heute, wo sich alle wieder liebhaben, fehlt dem Debüt seiner Zweitband vielleicht ein gewisser Biss, und Songexperimente wie „Pentonville“ – von Doherty während eines Gefängnisaufenthalts mit einem Mitgefangenen geschrieben – sind eher Kuriositäten.
Doch der schrammelige Charme der Platte funktioniert über weite Strecken noch immer – und es hilft, dass „Fuck forever“, Dohertys Absage an Carl Barât, bis heute einer seiner besten Songs ist. Geholfen hat ihm dabei das unverkennbare Gitarrenspiel von Patrick Walden, der leider in diesem Sommer verstorben ist – ganz ohne Tragödie geht es dann eben doch nicht. Trotzdem haben Babyshambles gerade ihre erste Tournee seit über zehn Jahren absolviert. Und warum auch nicht? Zumindest ihr Debütalbum muss sich vor den Libertines-Platten nicht verstecken, trotz Barâts Abwesenheit. Auf der Jubiläumsedition finden sich außer den Originaltracks noch fünf bisher unveröffentlichte Aufnahmen.
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