„LVL UP“ von Eli Preiss: Wiener Flow
Ganz entspannt und souverän pendelt Eli Preiss aus Wien auf ihrem Debüt „LVL UP“ zwischen Rap und R’n’B.

Es ist auch 2022 noch nicht einfach, als Frau den Rap erobern zu wollen. Eli Preiss aus Wien hat genau das vor und fasst den Struggle knapp in einem Zweizeiler zusammen: „Ich existiere nur, schon fühlen sich Rapper angegriffen/Mach’ nur mein Ding, schon denken Bitches, es wär’ Competition“. Umso bemerkenswerter, wie entspannt und souverän sie über die 14 Tracks auf „LVL UP“ hinwegflowt. Das Debüt ist als loses Konzeptalbum angelegt, doch Gaming schlägt sich vor allem in den Titeln nieder, während sich Eli thematisch mit Sex („Endboss“), der eigenen Geschichte („Schon immer so“), Depressionen („Bleib still“) oder eben der toxischen Branche („Glühheiße Wüste“) befasst. Ihr Sound zwischen Rap und R’n’B ist dabei durchgehend stilsicher, bekommt jedoch bei aller Wiener Coolness auf Albumlänge etwas Gleichförmiges, was vor allem an den manchmal verzagten Pop-Trap-Beats liegt – umso mehr freuen Auflockerungen wie der Drum-n-Bass-Ausflug „Sim(ulation)“.
Musik


Neue Single: Pomme sucht ihren eigenen Pfad außerhalb der Karte

Im zweiten Anlauf: New Constellations im Interview
Hörenswert

Who loves the Sun von CHAT PILE
Erst sechs Jahren existiert die Metal-Band Chat Pile. Trotzdem finden sie auf ihrem neuen Album „Who loves the Sun“ ihren ganz eigenen Sound.

The Gem von JULIA JACKLIN
Julia Jacklin arbeitet für ihr neues Album „The Gem“ erstmals mit dem legendären Indie-Label 4AD zusammen. Mehr als ganz nett klingt das aber nur selten.

Stadt aus Gold: TRETTMANNs neue Single erscheint am Freitag
Trettmann bringt mit „Stadt aus Gold" 2027 ein neues Album heraus. Schon jetzt erscheint die erste, deutlich düsterere Single.
