Factoid Happiness von KAKTUS EINARSSON
Kaktus Einarsson beschäftigt sich in seinem neuen Album „Factoid Happiness“ mit den Schattenseiten des modernen, medial inszenierten Glücks. Gleichzeitig beweist er wie vielfältig Indie-Pop sein kann.

Im diesjährigen World Happiness Report belegt Island den 2. Rang. Trotzdem hinterfragt der Isländer Kaktus Einarsson auf seinem dritten Album den Begriff Glück, der heutzutage – geprägt von sozialen Medien – wie eine vielbeworbene Ware wirkt. Diese Betrachtungsweise mag auch erklären, warum der Musiker auf „Factoid Happiness“ seinem durchaus fidelen Indiepop auch nachdenkliche Momente verleiht.
Nach dem temporeichen Opener „Borrowed Dreams“ und den poppigen Spacesounds auf „Glycerine“ drosselt Einarsson die Stimmung im raunenden „The Decipherer“ – einen leichten Reaggae Beat gibt es dort trotzdem. So zeigt „Factoid Happiness“ zwei Stärken: Einarssons Indiepop dockt immer wieder an Art-Rock, Disco und Elektro an. Außerdem hat er eine Handvoll hochkarätiger Feature-Gäste eingeladen, die für zusätzliche Klang-Nuancen sorgen: Rakel, Thibault Gomez, Jessica Winter und John Grant gesellen sich auf vier von zehn Songs mit ihren individuellen Stärken dazu. Vor allem Grants Auftritt bei „Follow“ führt den durcheinander wirbelnden Song zu orchestraler Bläser-Pracht. Das macht durchaus glücklich.
Musik

- Review

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