MUSIK

„Captain … Coast is clear“ von Fools Garden: Vom Baum zum Meer

Portraitfoto Fools Garden
Foto: Sabrina Feige

Volker, Peter, euer neues Album „Captain … Coast is clear“ steckt voller maritimer Bilder, von den Texten bis zum Artwork. Warum?

Volker Hinkel: Beim Durchhören der halbfertigen Songs ist uns aufgefallen: Mensch, da ist echt viel Rauschen, Meer, Wasser drin. Meine zweite Heimat ist Portugal, auch am Meer. Da habe ich in meinem Lieblingsrestaurant mit dem Telefon zum Fenster rausgeknipst, und so ist das Cover entstanden. Zeitgleich war Peter im Urlaub in Griechenland und hat ein Foto gemacht, das zum Innenbild des Covers wurde. Wir sind einfach beide große Fans vom Meer. Danach sind dann noch andere Songs entstanden, die das Thema fortsetzen.

Generell scheinen einige Songs melancholischer zu sein, als man es gemeinhin mit Fools Garden assoziiert.

Peter Freudenthaler: Wenn man nur „Lemon Tree“ kennt, erwartet man so etwas natürlich nicht. Aber wer sich ein bisschen intensiver mit uns befasst, weiß, dass sich eine gewisse Melancholie schon immer durch unsere Songs zieht und wir generell in viele verschiedene Richtungen gehen. Getreu dem Motto: Im Fools Garden darf alles wachsen, was irgendwie gegossen wird.

Hinkel: Uns war schon klar, dass es einige schwergängige Songs gibt. Wir haben kurz überlegt, ob wir da etwas ändern, fanden es dann aber ganz geil, wenn ein Album mal ein bisschen mehr Tiefgang hat.

Apropos „Lemon Tree“: Der Song ist letztes Jahr 25 Jahre alt geworden. Wie steht ihr heute zu eurem größten Hit?

Freudenthaler: Wir können gar nicht ohne dieses Lied. Ganz viele Menschen, die uns interviewen, nehmen sich vor, es gar nicht zu erwähnen. (lacht) Aber es ist vollkommen okay: Es ist ein wichtiger, entscheidender Teil von uns, auf den wir nicht verzichten wollen. Wir spielen ihn auch bis heute gern.

Hinkel: Letztes Jahr war ich in Portugal in einer kleinen Bar, da haben sich zwei Holländer oder Belgier laut gestritten. Irgendwann kam der Ober mit einer kleinen Gitarre heraus und hat sie gespielt, um die Stimmung aufzuhellen. Dann hat er sie mir gegeben, und ich habe „Lemon Tree“ gespielt – mir ist nichts anderes eingefallen.(lacht) Und er hat mir einen Job angeboten, inklusive free drinks. Da dachte ich: Mensch, jetzt hätte ich noch mal wegen diesem Lied einen Job bekommen!

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