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„Princess Wiko“ von FPA: Dreampop, der nur vordergründig Unschuld und Schmollmund anbietet

Portraitfoto FPA
Foto: Emily Tucker

Mit „Princess Wiko“ lässt FPA die Kolleginnen FKA Twigs und Madonna vor Neid erblassen.

Um auf Albumlänge zu überzeugen, sind 25 Min Minuten selbst in Zeiten verkümmerter Aufmerksamkeitsspannen durch Spotify und Co. nicht viel – FPA nutzt sie trotzdem. Die US-amerikanische Musikerin Frances Priya Anczarski hat die Pandemie-Quarantäne genutzt, um „Princess Wiko“ im heimischen Schlafzimmer zu produzieren: ein Konzeptalbum über die fiktive Prinzessin Wiko und ihr unglückliches Liebesleben.

Klingt kitschig, und FPA nutzt diesen Kitsch-Verdacht für schwülstigen Dreampop, der vordergründig Unschuld und Schmollmund anbietet, sich hintenrum aber bei explizitem HipHop und eindeutigem R’n’B bedient. Da mögen der Verlust des Liebhabers von Geigen und sanften Beats ummantelt werden, ihre „Fucks“ jeglicher Aggressivität entbehren oder die melodisch frühlingshaften Beats nach Bienchen und Blümchen riechen: FPA lässt mit dieser Platte FKA Twigs und Madonna vor Neid erblassen – in gerade mal 25 Minuten.

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