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„Baby, we’re ascending“ von HAAi: Techno, der mehr als nur den Club im Sinn hat

Auf „Baby, we’re ascending“ kombiniert HAAi House, Techno, Pop und Ambient zu einer Mischung, die jederzeit organisch klingt.

Teneil Throssel aka HAAi liegt im Wasser
Foto: Imogene Barron

„Channels“, „AM“, „FM“: Es passt, dass HAAi ihr Debütalbum „Baby, we’r ascending“ mit zahlreichen Anspielungen auf das Radio durchsetzt hat, denn Teneil Throssel bedient sich bei allem. Ihr Sound kombiniert House, Techno, Pop und Ambient-Momente zu einer Mischung, die dabei jederzeit organisch klingt. Für ihr erstes Album hat sich die in London wohnhafte Australierin erstmals mit Gastsänger:innen – viele queer wie sie selbst – zusammengetan und auch ihre eigene Stimme verstärkt eingebracht.

Vielleicht stammt daher die grundlegende Harmonie, die „Baby, we’re ascending“ von HAAi durchzieht. Selbst den härtesten Beats („Purple Jelly Disc“) wohnt eine Leichtigkeit inne, als wollte die Musik im nächsten Moment abheben. Überhaupt hat noch nie ein Techno-Album weniger nach Club geklungen: Wie das Cover verspricht, erinnert „Baby, we’re ascending“ an weites Land und offenen Himmel, was auch den schwerelosen Titeltrack erklärt. Eigentlicher Höhepunkt aber ist „Orca“, mit acht Minuten das längste Stück, das sich mit tragenden Synths und lyrischen Streichern zu einem klanglichen Sonnenaufgang steigert, bevor der Closer „Tardigrade“ uns alle auf den Boden zurückholt.

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