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„House of Mirrors“ von All Them Witches: Die Rock-Rebellen sind zurück

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All Them Witches sind nicht Everybody’s Darling, aber genau damit überzeugen sie. Jetzt melden sie sich endlich mit „House of Mirrors“ zurück.

All Them Witches legen nach fast sechs Jahren ihr vielleicht bestes Album vor. Vielleicht verzeiht man mir meine Lobeshymnen, denn ich habe eine große Schwäche für diese Band, die meine liebste der letzten Jahre ist. Schon der Opener und längste Song „Red Rocking Chair“ lässt mich vor Glück aufheulen, denn niemand beherrscht das Laut-Leise-Spiel so wie das Quartett aus Nashville.

Dieses Album muss an einem Stück gehört werden, und so grenzt das Herausstellen einzelner Songs an einen Frevel, aber das großartig-groovende „Starting Line“ sowie das abschließende „Saturn Song“ seien trotzdem als Referenzpunkte genannt. All Them Witches leben von ihrem völlig eigenen Stil, der natürlich Einflüsse aus Blues-, Psych- und Stonerrock hat, aber doch einen ganz eigenen Klang-Kosmos eröffnet – insofern wundert es wenig, wie eigen sie bei der Aufnahme sind, die wieder live in Nashville erfolgte und von Eddie Spear begleitet wurde. Durch die gute alte Mund-zu-Mund-Propaganda werden sie immer größer, lassen sich aber auch nach 15 Jahren nicht aus der Ruhe bringen und ziehen ihre Musik ohne jegliche Kompromisse durch. Diese Band wird nicht jeder mögen – und das ist verdammt gut so!

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