MUSIK

J. Cole: „Heaven’s EP“ bedient sich bei Drake

  • Rapper J. Cole hat „Heaven’s EP“, eine neue Single, veröffentlicht
  • Der Beat des Tracks stammt aus Drakes neuem Song „Pipe down“
  • Darauf bietet J. Cole auch eine Erklärung, warum er weniger Erfolg als Drake hat
  • Schaut euch das Video zur Single hier auf unserer Seite an

„Heaven’s EP“ ist die erste Veröffentlichung von J. Cole, seit der Rapper im Mai sei Album „The Off-Season“ herausgebracht hat. Fans sind einigermaßen überrascht, denn eigentlich hatte Cole keine neue Musik angekündigt. Stattdessen bricht er bald zu einer Tournee auf, die sich auf Musik aus „The Off-Season“ konzentrieren soll. Dem Release von „Heaven’s EP“ haftet also die Aura des Spontanen an.

Dafür spricht auch der Beat, mit dem Cole den neuen Song unterlegt hat. Der wird nicht wenigen Hörer:innen bekannt vorkommen. Kein Wunder: Es ist derselbe Beat, den Drake erst kürzlich für seinen Track „Pipe down“ von seinem neuen Album „Certified Lover Boy“ genutzt hat. Hört euch „Pipe down“ hier zum direkten Vergleich an:

Abgesehen vom Beat haben beide Stücke allerdings kaum etwas miteinander gemein. Wie um zu betonen, dass J. Cole Drake keineswegs auf den Schlips treten will, rappt er auf „Heaven’s EP“: „Some people say that I’m running third, they threw the bronze at me/Behind Drake and Dot, yeah, them n*ggas is superstars to me“.

Damit bezieht er sich auf Kendrick Lamar und eben Drake, die oft in einem Atemzug mit Cole selbst genannt werden, wenn es um die größten Rapper der 2010er-Jahre geht. Allerdings ist der ganz große Erfolg, im kritischen wie im finanziellen Sinne, für J. Cole bisher immer ausgeblieben, wenn man ihn mit seinen Rivalen vergleicht. Mit diesen Zeilen betont er, dass er Kendrick und Drake trotzdem nicht grollt, sondern ihnen allen Erfolg gönnt.

Im Anschluss bietet Cole dann gleich noch eine Erklärung an, warum er nie den Superstar-Status von Drake erreicht hat: „The best n*gga breathing, it just failed to hit you/You couldn’t tell ’cause you fell for the bells and whistles/And that’s an area I don’t excel“. Mit anderen Worten: J. Cole ist zu subtil, nicht bombastisch oder aufregend genug für viele Rapfans. Ganz schlecht läuft es allerdings auch nicht: „Heaven’s EP“ hat am Tag der Veröffentlichung immerhin schon über eine Million Klicks auf YouTube.

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