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„Optimism“ von Jana Horn: Bedingungslose und ganz und gar eigenwillige Offenheit

Portraitfoto Jana Horn
Foto: Jacob Blickenstaff

US-Songwriterin Jana Horn aus Austin entdeckt auch in ganz alltäglichen Momenten tiefere Wahrheiten.

Reduzierter Folk kann so einschläfernd sein – doch gleichzeitig gelingt es Künstler:innen wie Adrianne Lenker, Hand Habits oder Jessica Pratt, diese Langweiligkeit mit einer oft nur schwer beschreibbaren Dringlichkeit im Songwriting und in den Texten auszuhebeln. Neu in diesem Kreis ist Jana Horn, die ihr bereits vor einem Jahr in stark limitierter Vinyl-Auflage erschienenes Debütalbum jetzt noch einmal im großen Stil neu auflegt.

Horn ist einer texanischen Kleinstadt namens Glen Rose aufgewachsen, doch dann konnte sie fürs College nach Austin entkommen, wo sie nebenher immer auch auf der Jagd nach identitätsprägenden Menschen und Orten gewesen ist. Diese Sinnsuche hat sie auf „Optimism“ festgehalten, und vom ersten Akkord des Openers „Friends again“ fesselt ihre bedingungslose und ganz und gar eigenwillige Offenheit, auch in alltäglichen Momenten tiefere Wahrheiten zu entdecken. Zudem weiß Horn auch eine ihrer Professorinnen zu zitieren, um die Kriterien für aufregenden Folk ein bisschen besser einzugrenzen: „Everything is writing to me. A grad professor once told me that masturbation is writing, as long as you’re looking out a window.“

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