Johanna Summer & Jakob Manz sind auf „Cameo“ ein Match made in Heaven
Sowohl Saxofonist Jakob Manz als auch Pianistin Johanna Summer lieben den Jazz so wie die klassische Musik. Kein Wunder, dass sie so gut harmonieren.

Back to the Roots: Bevor Jakob Manz dem Saxofon verfallen ist, hat er wie fast jedes deutsche Schulkind in die Blockflöte geblasen. Wie virtuos er das noch heute beherrscht, stellt Manz an der Seite der Pianistin Johanna Summer unter Beweis, mit der er das Duoalbum „Cameo“ eingespielt hat. Auf dem dominiert zwar das Altsax, aber die Nummer mit der Blockflöte: chapeau! Fünf Eigenkompositionen hat die Pianistin beigesteuert, drei weitere Stücke stammen aus Manz’ Feder.
Wunderbar lyrisch intoniert der Bläser das Volkslied „Im schönsten Wiesengrunde“, nicht weniger emotional kommt „Flugzeuge im Bauch“ um die Ecke, das als Instrumental deshalb funktioniert, weil den Grönemeyertext ohnehin fast jeder kennt – letztlich also auch ein Volkslied. Manz wie Summer haben eine erklärt große Nähe zur klassischen Musik, und die Improvisationen wirken stellenweise fast einen Hauch zu durchkonstruiert. Blue Notes setzen die beiden sehr sparsam, doch dieser Ansatz passt letztlich bestens in ein Albumrepertoire, in dem auch ein Komponist wie Gustav Mahler seinen Platz findet.
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