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Wunderkind

Buchcover „Bestiarium“ von K-Ming Chang

Das Romandebüt der gerade mal 23-jährigen K-Ming Chang ist schwindelerregend: Durchzogen von magischem Realismus erzählt „Bestiarium“ die Geschichte dreier Generationen einer Familie, die von Taiwan nach Arkansas zieht.

Die Leben von Großmutter, Mutter und Tochter verflechten sich mit Volksmärchen – insbesondere dem von Hu Gu Po, einer Frau, von der ein Tigergeist Besitz ergreift. Sie muss die Zehen kleiner Kinder verspeisen, um Mensch zu bleiben.

Auch in der Sprache von K-Ming Chang durchmischen sich Wirklichkeit und Fiktion: mit einer Prosa, die voller Ideenreichtum davon handelt, wie sich politische Realitäten und die Fiktionen, die wir über sie erzählen, in menschliche Leben einschreiben.

Und zugleich ist „Bestiarium“ auch das wahnsinnig zärtliche Porträt einer queeren Liebe zwischen Changs Protagonistin und ihrer Schulfreundin Ben, in deren Taumel die Überwindung des Menschseins und die Utopie nicht weit entfernt zu sein scheinen.

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