Karin Park: Church of Imagination
Auf ihrem sechsten Soloalbum lässt die schwedische Musikerin selbst The Cure verblassen.

Eigentlich ist das sechste Studioalbum von Karin Park bereits im März 2020 erschienen. Weil die schwedische Musikerin mit einem neuen Label kooperiert, wird es jetzt aber neu aufgelegt und erscheint erstmals auch auf Vinyl. Doch ganz eigentlich wollen wir an dieser Stelle noch mal euphorisch auf dieses Werk hinweisen, weil es bisher einfach nicht die gebührende Aufmerksamkeit bekommen hat.
Für „Church of Imagination“ hat Park die Kirche in ihrem Heimatkaff Djura in ein Studio umgewandelt, sie hat sich mit diversen Musiker:innen und auch auch mit dem örtlichen Chor zusammengetan – und eines der spannendsten Alben im Grenzbereich von extrem tanzbarem Industrialpop („Empire rising“), düsterer Pop-Oper („Blue Roses“) und dräuenden Jazz-Collagen („A thousand Minds“) vorgelegt.
Ganz zu schweigen von ihrer Interpretation des eigentlich unantastbaren Cure-Klassikers „A Forest“, die das Original mit Klavier und Streichern mal eben verblassen lässt. Wer Zola Jesus, Jehnny Beth und Soap & Skin mag, sollte sich jetzt schleunigst in „Church of Imagination“ verlieben. Auch, um vorbereitet zu sein, wenn 2022 dann das bereits fertiggestellte siebte Album von Karin Park erscheint.
Musik


Bonobo im Interview: Raus aus dem Hamsterrad

Ein echter Songwriter: This is Lorelei im Interview
Hörenswert

Positiver Twist: Massendefekt lassen sich ihren Optimismus nicht nehmen!
Die Punkrockband Massendefekt lässt sich ihren Optimismus trotz herausfordernder Gesamtsituation nicht nehmen. Ob das daran liegt, dass im Tourbus auch mal Schlager laufen?

- Review
Typologie eines Lebens von EBOW: Was Deutschrap sein kann
Das neue Album „Typologie eines Lebens“ der Rapperin Ebow liefert alles, was Deutschrap im besten Fall sein kann. Zusätzlich versteht die Künstlerin es Rap Traditionen feministisch umzudenken.

Ballerina aus Bratislava: Adéla übernimmt die Popwelt
Provokation, große Träume und Ballett. Adéla hat alle drei Elemente perfektioniert und dreht auf ihrem Debütalbum „PRIMA“ Pirouetten durch eine Popwelt, von der sie selbst einst nicht mal zu träumen wagte.
