Kitty Solaris: Sunglasses
Kitty Solaris tauscht ihre heißgeliebte Gitarre gegen elektronische Beats. Trotzdem ist „Sunglasses“ ein typisches Kitty-Solaris-Album – eins, das überrascht.

Erwarte das Unerwartete: Kitty Solaris mag mit ihrem Label Solaris Empire seit mehr als zehn Jahren beharrlich die Berliner Indieszene bereichern, als Künstlerin vorhersehbar ist sie deshalb noch lange nicht. Auf „Sunglasses“ verzichtet die Musikerin auf ihre heißgeliebte Gitarre und tauscht mit Unterstützung des australischen Produzenten Damian Press den Küchentisch-Sound gegen elektronische Beats, Wave und unterkühlten Dance. Natürlich winken da auch die 80er um die Ecke, aber so dezent, dass Solaris’ D.I.Y.-Qualitäten weiter im Mittelpunkt stehen.
„Easy“ echot mit Frankie-Goes-To-Hollywood-Referenz, „Sunglasses at Night“ könnte auch von Marc Almond stammen, und „Money back“ wirbelt wie die 80er-Jahre-Kylie. Dem reinen Nachahmungseffekt entgeht Solaris durch ihren stets etwas unbeteiligt wirkenden Gesang sowie düstere Unaufdringlichkeit. Hier steht zwar eine Musikerin präsent unter der Diskokugel, aber sie tanzt für sich allein – anonymisiert durch ihre „Sunglasses“. Ein typisches Kitty-Solaris-Album, eins, das überrascht.
Musik

- Review

Typologie eines Lebens von EBOW: Was Deutschrap sein kann

Beartooth mit Pure Ecstasy: Persönlichstes Album trifft auf Welttournee
Hörenswert

Stranger Things Live: Komponisten performen den Soundtrack in Berlin
Die „Stranger-Things"-Koponisten Kyle Dixon und Michael Stein performen den Soundtrack der Netflix-Serie live in Berlin.

Western-Brüder aus der Schweiz: Hermanos Gutiérrez gehen auf Tour!
Das sechste Album der Schweizer Hermanos ist deutlich kosmischer als seine Western-Vorgänger. Im November kommen die beiden nach Deutschland.

Sofie Royer rechnet im Musikvideo zu Actress mit Hollywood ab
Am Freitag bringt Sofie Royer ihr inzwischen viertes Studioalbum heraus. Vorher prangert die gelernte Violinistin mit ihrer neuen Single den Umgang mit Schauspielerinnen in Hollywood an.