lit.RUHR feiert zehnjähriges Jubiläum
Bei der lit.RUHR 2026 im Oktober dabei: Betterov alias MANUEL BITTORF stellt seinen Debütromam Goldener Retriever vor.

Vom 7. bis 11. Oktober feiert die lit.RUHR ihre zehnte Ausgabe und setzt ihre Tradition fort, das Ruhrgebiet zur Bühne für große Geschichten, kluge Diskurse und inspirierende Themenabende zu machen. In Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen lädt das Literaturfestival mit insgesamt 69 Veranstaltungen prominente Autor:innen, profilierte Diskutant:innen und prägende Stimmen aus Literatur, Medien, Wissenschaft und Kultur ein.
Den Festivalauftakt gestaltet in diesem Jahr am 5. Oktober um 19:30 Uhr in der Lichtburg Essen „Jubel und Radau, Literatur und Rambazamba – 10 Jahre lit.RUHR!“: Katharina Thalbach und Sabin Tambrea lesen Texte über Feste, bei denen Hemmungen schwinden und Grenzen fallen – unterstützt von Special Guest Fritz Eckenga, Songwriter Betterov und Moderatorin Katty Salié.
Bei der lit.RUHR 2026 stellt Betterov alias Manuel Bittorf auch seinen Debütroman (7. 10., 19:30 Uhr, Salzlager/UNESCO-Welterbe Zollverein) vor. „Goldener Retriever“ ist eine sehnsuchtsvolle Geschichte über das Erwachsenwerden: Mitten auf der Straße kommt Max wieder zu sich. Um ihn herum Blaulicht. Was zum Teufel ist passiert? Er ist doch gerade erst mit seinem besten Freund Chau hier angekommen, in ihrem neuen Leben. Nach einer letzten wilden Party in der Provinz sind sie in den ICE – raus aus dem Osten, rein nach Westberlin. Im noblen Stadtteil Grunewald wohnen sie im einzigen Plattenbau weit und breit, völlig verloren zwischen Prunkvillen und Ferraris. Und dann ist da noch Kiki, Max‘ erste große Liebe, die jetzt in München lebt. Ein nächtlicher Zufall bringt Max und Chau auf eine Geschäftsidee, die ihr frisch begonnenes Studium schnell in den Hintergrund rücken lässt. Ihr Plan funktioniert – bis er zum Staatsakt wird.
Weitere Höhepunkte bei der lit.RUHR 2026
Der internationale Bestsellerautor Alex Schulman aus Schweden stellt bei seiner lit.RUHR-Premiere mit „Jetzt beginnt das Leben“ seinen neuen Roman über Erinnerung und Familie vor. Sein Protagonist Vidar steht an einem Wendepunkt und wird durch einen Anruf in das alte Sommerhaus der Familie in einen einzigen, endlosen Tag seiner Kindheit zurückgeworfen. Den deutschen Text liest Fabian Busch, es moderiert Shelly Kupferberg. (08.10., 19.30 Uhr, KAUE Gelsenkirchen)
In „Was zählt ein Mensch?“ fragt Carolin Emcke, wozu uns die Erinnerung an die Geschichte verpflichtet und wo die Grenzen der Verantwortung liegen, im Namen der Menschenrechte zu sprechen. Seit über 20 Jahren reist sie nach Israel-Palästina und hat zuletzt mit Menschen aus Bee’ri, Jenin, Tel Aviv und Ramallah gesprochen, um die blinden Flecken der Empathie im hiesigen Diskurs auszuleuchten. Bei ihrem ersten lit.RUHR-Auftritt spricht sie mit Lena Gorelik über radikalen Humanismus. (09.10., 19.30 Uhr, Ebertbad Oberhausen)
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann widmet die lit.RUHR der großen österreichischen Autorin einen eigenen Abend. In ihrer Biografie „Zwei Menschen sind in mir“ beleuchtet Andrea Stoll die Ambivalenzen dieser Ikone zwischen Selbstinszenierung und Selbstzerstörung und nähert sich mit großer Empathie den Rätseln ihres Lebens. Auf der Bühne spricht sie mit Moderatorin Elke Schlinsog über Werk und Wirken Bachmanns, die Schauspielerin Anna Schudt erweckt ihre Texte in einer Lesung zum Leben. (07.10., 19.30 Uhr, KAUE Gelsenkirchen)
In weiteren Veranstaltungen sind Judith Hermann, Tupoka Ogette, Edgar Selge, Sven Regener, Saša Stanišić und Christoph Kramer zu Gast.
Die lit.RUHR findet vom 7. bis 11. Oktober statt. Alle Infos zum Programm gibt es auf der Homepage des Festivals.
Wer sich für lit.RUHR 2026 interessiert, sollte auch das Programm vom Harbour Front Literaturfestival 2026 in Hamburg checken
Literatur


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