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„Nag Champa“ von Agajon: Vibes in der Luft

Agajons Cover zu „Nag Champa“ zeigt einen dunklen Hintergrund, auf dem Nag Champa steht.
Agajon bringt etwas Vibe in die deutsche Musiklandschaft.

Agajon veröffentlicht mit „Nag Champa“ eine spannendes Album, das ab und zu eher an eine Compilation erinnert.

„We goin’ international, Baby!“: Das sind die ersten Wörter im Intro von Agajons Debütalbum. Sie geben die Richtung vor, denn „Nag Champa“ trieft vor etwas, das in Deutschland nach wie vor rar ist: Vibes. Der junge Produzent mit afghanischen Wurzeln schafft Tracks, die mit subtiler Komplexität und gleichzeitiger Coolness an Londoner Nu-Jazz, US-Neosoul und Old-School-HipHop erinnern. Kein Wunder, dass Farhot ihn für sein Label Kabul Fire Records an Bord geholt hat.

Auf „Nag Champa“ – benannt nach dem beliebtesten Räucherstäbchenduft Indiens – holt sich Agajon wiederum eine Reihe deutscher und internationaler Künstler:innen an Bord, darunter die Münsteraner R’n’B-Sängerin Layla und der UK-Rapper Jay Prince. Die Beats bleiben dabei durchgängig stilsicher, doch die Menge an Gästen sorgt für Probleme, unter denen schon Produzenten von DJ Shadow bis Nujabes gelitten haben: Inhaltlich wirkt das Album etwas beliebig, ein roter Faden fehlt. Gerne hätte man das Individuum Agajon noch deutlicher rausgehört. Labelvater Farhot hat letztes Jahr mit „Kabul Fire Vol. 2“ vorgemacht, wie es geht.

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